Unsere Lieblinge: Restaurants und Garküchen in Singapur

Unsere Lieblinge: Restaurants und Garküchen in Singapur

Hier findet Ihr eine – sicher niemals vollständige – Liste unserer Favoriten aus der Singapurer Gastronomie. Und wir sind natürlich weiterhin für Empfehlungen dankbar, denn in der kulinarischen Szene der Stadt herrscht ein ständiger Wechsel.


Mock Meat / Chinesisch

Eine unscheinbare, leicht gammelig anmutenden Garküche mitten in Chinatown namens Yi Xin. Leicht kann man Schild „vegetarian“ über der Tür übersehen. Die Speisekarte besteht zum Glück aus Fotos, denn die Angestellten sprechen nur wenig Englisch. Bei den Getränken bedient man sich selbst aus dem Kühlschrank, der ausschließlich ein paar verschiedene Eistees und Wasser enthält. Aber das Essen! Auf rein vegetarischer Basis werden die köstlichsten Gerichte „nachgebaut“, so dass am Ende kein Unterschied zum tierischen Original zu schmecken ist.
Sämtliche fleischessenden Gäste verkündeten am Ende ihres Aufenthalts, dass das für sie das beste Restaurant der Stadt war.

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Deutlich gehobener geht es bei Qi – House of Sichuan zu. Das chinesische Lokal trägt für seine Niederlassung in Hongkong einen Michelin-Stern; und am typischen Sichuan-Pfeffer, der für ein leichtes Taubheitsgefühl im Mund sorgt, wird nicht gespart!

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Dumplings / Chinesisch

Dumplings, also gefüllte Teigtaschen, gibt es überall auf der Welt. Die chinesische Variante, in der die Teigknubbel im Bambuskörbchen gedämpft werden, ist besonders lecker. Die Restaurantkette Din Tai Fung gibt es zigmal in der ganzen Stadt, am Wochenende muss man oft lange anstehen, aber: es lohnt sich!
Und zur Ablenkung, während man auf einen freien Tisch oder das Essen wartet, kann man den Köchen dabei zuschauen, wie sie in Handarbeit und in Sekundenschnelle den Nudelteig vorbereiten, ausrollen und gekonnt um die Füllung wickeln.

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Chaat / Indisch

Eine Offenbarung ist indisches Chaat, das einfache Essen, das in den Metropolen Indiens an den Straßenständen und von fahrenden Händlern verkauft wird. Niemals zuvor davon gehört oder probiert, bin ich inzwischen süchtig danach. Das Restaurant Kailash Parbat empfehlen sämtliche indischen Bekannten als „das beste der Stadt“ – und ich kann nur beipflichten!

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Hot Pot / Chinesisch

Fondue auf chinesische Art – in zum Teil anästhesierend scharfen Saucen mit köstlichen Szechuan-Pfeffer werden handgemachte Nudeln, Gemüse aller Art und natürlich alles (und ich meine: alles!) vom Huhn und Schwein versenkt und gegart. Das bekannteste Lokal für chinesischen Hot Pot ist sicherlich Hai Di Lao.
Zum Rahmenprogramm hier gehören ein Nagelstudio, Kinderbetreuung, Karaoke, Handyhüllen, Gratis-Eis zum Nachtisch und laute Gäste. Echt chinesisch eben und ein Erlebnis! Kein Wunder, dass die beiden Gründer laut Forbes-Liste zu den reichsten Menschen gehören.
Obwohl es in Singapur allein zig Filialen der chinesischen Kette gibt: unbedingt reservieren!

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Bibimbap / Koreanisch

Mein erstes Bibimbap war so köstlich, dass ich seitdem dem koreanischen Nationalgericht verfallen bin. Inzwischen habe ich mich durch einige Lokale der Stadt probiert, und muss sagen: der Dolsot-Bibimbap im Food Court des Einkaufszentrums gegenüber ist das beste – und für S$ 7.50 ein echtes Schnäppchen. Dazu unbedingt eine doppelte Portion Kimchi bestellen!
Aber auch der Koreaner Dal-In in Telok Ayer bietet sehr gutes koreanisches Essen mitten im Singapurer Ausgehviertel.

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The Boneless Kitchen hat sich ganz der vegetarischen Variante der koreanischen Küche verschrieben. Gleichzeitig beschäftigt das Restaurant ausdrücklich Angestellte mit leichten Behinderungen, die ansonsten in Singapur keine Möglichkeit hätten, Geld zu verdienen. 


Dosas / Indisch

Wer nie südindisches Essen probiert hat, hat definitiv etwas verpasst. In Deutschland ziemlich schwierig zu bekommen, denn sämtliche Restaurants dort servieren rein nordindische Küche, also Currys in sämtlichen Varianten. Die hat aber mit der luftigen, ayurvedischen südindischen Küche ungefähr so viel zu tun wie Skandinavien mit Sizilien – wobei die Distanz zwischen den beiden Regionen ähnlich ist.
Idlis, Sambars und vor allem Dosas sind derart köstlich, und das sehr authentische Lokal Ananda Bhavan in Little India serviert meines Erachtens für wenig Geld die besten. Achtung: die Masala-Füllung ist höllenscharf!

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Peranakan
Wer in die typische Küche der Peranakans eintauchen möchte, kann dies als Vegetarier am besten hier tun:
Old Bibik’s Peranakan Kitchen (unbedingt probieren: Buah Keluak Fried Rice)
Loving Hut (tolle Laksa!)
Whole Earth

Hakka Thunder Tea Rice
Dieses Gericht besteht aus neun Zutaten (= glücksbringende Zahl): Reis, verschiedenen leicht angedünsteten Gemüsesorten, Nüssen und Sprossen. Darüber wird eine große Schale Grüntee, versetzt mit fein pürierten Kräutern wie Basilikum, Koriander und Minze gekippt. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig aussieht, schmeckt erstaunlich gut, frisch, leicht und ist seeeehr gesund – so gesund, dass es in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Heilmittel eingesetzt wird.
Auf dem Lau Pa Sat Food Court findet sich ein Stand, der dieses traditionelle Gericht verkauft, außerdem z.B. in der Joo Chiat Road und überall dort, wo die Einheimischen gerne essen gehen.

Popiah / Kueh Pie Tee
Mitten in Geylang verkauft die chinesischstämmige Familie bei Kway Guan Huat in dritter Generation Popiah, typische Röllchen mit verschiedenen Füllungen. Hauchdünne Teigfladen werden dabei mit gekochtem Gemüse, Erdnüssen und zwei verschiedenen, hausgemachten Saucen gefüllt, gerollt und kalt verspeist. Köstlich!
Ebenso lecker sind die Kueh Pie Tee, kleine Snacks mit ähnlicher Füllung.
Alles kann dort übrigens auch bestellt werden, wer lieber zuhause im Kreis der Familie füllt und rollt!

Sushi / Japanisch
Titus liebt Sushi, ebenso wie ich. Sein absolutes Lieblings-Sushi-Restaurant, allein wegen des Spaßfaktors: Sushi Express! Der Laden mit den herumfahrenden Sushi-Tellerchen hat diverse Niederlassungen in ganz Singapur, und die Qualität sowie die Auswahl an vegetarischen Optionen sind hervorragend. Die Preise bei S$ 1.50 pro Teller erst recht!

Gehobenere japanische Küche kann man im Joie genießen. Vor allem die kunstvolle Art des Anrichtens ist sehenswert!

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