Die praktischsten Apps für Singapur

Die praktischsten Apps für Singapur

Asiaten haben ja allgemein wenig Scheu vor Technik. Besonders auffällig ist die ständige Verwendung von Mobiltelefonen. Jeder hat ein nagelneu aussehendes Handy, meist individuell und liebevoll mit putzigen Hüllen, Bommeln und Halterungen versehen.
Beim Abendessen platzieren die Eltern das Smartphone vor der Nase der Kinder, damit der Nachwuchs im Restaurant bloß Ruhe gibt. Selbst Kinderwagen sind hier nicht allzu selten mit Handyhalterungen versehen, damit die lieben Kleinen die neuesten Trickfilme anschauen können.
Auch ich ertappe mich nach einer gewissen Eingewöhnungsphase dabei, dass ich mein Handy fast ständig in der Hand habe. Denn in Singapur lässt sich praktisch alles mit diesem handlichen Gerät erledigen.

Welche Apps* sind denn nun absolut unverzichtbar für das Überleben in Singapur?

Transport

  • Grab
    Der Platzhirsch unter den Personenbeförderungs-Dienstleistern.
    Egal, ob Privat-PKW oder reguläres Taxi, ob für 2 oder 6 Passagiere, ob mit Kindersitz oder ohne: Per Knopfdruck lässt sich ein Fahrer punktgenau zum Abholpunkt lotsen. Der Preis steht bereits fest und kann bargeldlos per hinterlegter Kreditkarte oder PayPal beglichen werden.
    Die Preise regulieren sich nach Nachfrage. Bei Regen oder in der RushHour wird es teuer!
    Für jede Fahrt sammelt man Punkte, die man wiederum in Gutscheinen für die nächste Freifahrt einlösen kann.
    In vielen Ländern Asiens verfügbar.
  • Gojek
    Neu auf dem Taxi-Markt, in direkter Konkurrenz zu Grab. Gleiches Prinzip, Teilweise günstiger, und auch in den Nachbarländern verfügbar.
  • ComfortDelGro
    Die Profi-Variante für Taxifahrer. Diese App gehört zu einem großen Taxiunternehmen Singapurs, und dementsprechend bekommt man natürlich nur Fahrzeuge aus diesem Pool zur Auswahl.
    Vorteil: Buchung von Großraumwagen (für 6-8 Personen plus Gepäck) sind kein Problem, ebensowenig wie Vorbestellungen (z.B. für die Fahrt zum Flughafen frühmorgens).
  • GoogleMaps
    Unverzichtbar für mich im Alltag. Nicht nur Wegstrecken sind hinterlegt, sondern die App verknüpft sich mit den tatsächlichen Abfahrtszeiten des Öffentlichen Nahverkehrs und kann so ziemlich punktgenau errechnen, wie lange man von A nach B braucht.
    Mit dem Befehl “OK Maps” (im Suchfeld eingegeben) lässt sich jede beliebige Karte offline speichern. Praktisch für den nächsten Urlaub!
  • bbybike (nur im Apple Store)
    Diese App hilft Radlern. Denn in GoogleMaps sind für Singapur leider keinerlei Fahrradstrecken hinterlegt. Hier kommt bbybike ins Spiel; und an der Handyhalterung des Fahrrads befestigt, funktioniert sie wie ein Navi.
    In den Einstellungen kann man eingeben, ob man z.B. mit Kindersitz unterwegs ist.
  • SG Buses
    Für Viel-Busfahrer unverzichtbar. Die Abfahrtszeiten der Bushaltestellen werden minutengenau angegeben, außerdem wird angezeigt, wie voll der nächste Bus ist und ob es zufällig ein Doppeldecker-Modell ist.
    Per Ortung zeigt sie stets die nächstgelegenen Haltestellen an.
  • MyTransport
    Die App der Land Transport Authority. Sowohl für Bus- als auch für U-Bahn-Verbindungen. Aktuelle Verspätungen können ebenso abgefragt werden wie Blitzer oder freie, öffentliche Parkplätze.
    Außerdem kann man über die App Unfälle sowie E-Scooter-Fahrer melden, die trotz neuestem Verbot außerhalb eines Fahrradwegs unterwegs sind.
  • iChangi
    Die App des preisgekrönten Flughafens. Darin kann ich z.B. anhand meiner Flugnummer das richtige Terminal und die Eingangstür sowie die Schalterreihe für den CheckIn bereits vor Reiseantritt ausfindig machen.
    Sie informiert über Verspätungen, Boarding-Zeiten und darüber, ab wann das Gepäck auf welchem Kofferband unterwegs ist.
  • SGBike
    Wer Besuch hat und die Stadt per Fahrrad erkunden möchte, kann sich über diese App eines der 25.000 Zweiräder ausleihen, die in der Stadt verteilt sind. Allerdings würde ich das nur für versierte Radler empfehlen.

Alltag: Sprache, Finanzielles und Wetter

  • Google Translate
    Zwar ist die Amtssprache in Singapur Englisch, das ich nach über zwei Jahren hier sehr gut spreche – doch manche Formulierung fällt mir einfach nicht ein. Google Translate kann ganze Sätze übersetzen, und zwar nicht nur Englisch-Deutsch, sondern jede andere beliebige Sprache.
    Besonders praktisch ist die Kamerafunktion mit Echtzeit-Übersetzung: Einfach die Kamera auf den gewünschten Text ausrichten, und schon sieht die koreanische Speisekarte nicht mehr ganz so exotisch aus!
  • dict.leo
    Schon seit Studienzeiten meine Lieblings-Online-Wörterbuch. Weniger für ganze Sätze, dafür mehr sprachliche Feinheiten und Unterscheidungen – und unschlagbar in Fachtermini und feststehenden Begriffen.
    Besonders spannend sind die Forumsdiskussionen, in denen es um den genauen Wortlaut bestimmter Formulierungen geht.
  • Hello Chinese
    Wer sich doch an Chinesisch versuchen will, ist mit dieser App gut beraten. Spielerisch lernt man Lektion für Lektion Schriftzeichen und Aussprache, in kleinen Tests wird der Fortschritt überprüft. Hat man ein Kapitel erfolgreich gemeistert, schaltet sich das nächste frei.
  • Banking App / PayLah! / PayNow
    Mein Leben in Singapur verläuft großteils bargeldlos. Ich nutze meine EC- oder Kreditkarte für alles, von der Einzelfahrt im Bus über den Supermarkteinkauf selbst für Kleinstbeträge und im Café.
    Jede Bank hat natürlich eine eigene Banking App, in der man den Kontostand einsehen, Überweisungen tätigen, bei Verlust die Karten sperren und den nächsten Geldautomaten anzeigen lassen kann.
    Praktisch sind als Ergänzung noch Apps wie PayLah! oder PayNow (da hat jede Bank ihre eigene Version). Damit kann man im Taxi oder beim Hawker einfach per Scannes des QR-Codes bezahlen, oder Geld überweisen anhand der Kontaktdaten im Adressbuch.
  • Splitwise oder Travelspend (Basisversion gratis, Upgrade kostenpflichtig)
    Wir hatten in den vergangenen zwei Jahren viele Besucher, und sind auch des Öfteren mit Freunden und Familienmitgliedern zusammen verreist. Gerade in Asien ist das Prinzip “Getrennte Rechnung” im Restaurant völlig unbekannt.
    Bei beiden genannten Apps können ganz einfach Gruppen erstellt werden, dann wird der Gesamtbetrag eingegeben und auf die Beteiligten verteilt (gleichmäßig oder anteilig, je nach Bedarf). Es reicht also, wenn einer die Kreditkarte zückt.
    Abgerechnet wird dann am Ende, in einer Übersicht sieht man jederzeit, wer wem wie viel in welcher Währung schuldet.
  • Oanda Currency
    Wer in Singapur lebt, hat zwar vielleicht den aktuellen Umrechungskurs zwischen Euro und Singapur-Dollar irgendwann verinnerlicht – kommt aber bei den anderen Währungen, mit denen man bei jeder noch so kurzen Reise zu tun hat, schnell durcheinander. Malaysischer Ringgit, thailändischer Baht, indonesische Rupiahs – wie war das noch gleich: durch drei teilen oder durch eintausend?
    Wie gut, dass es dafür eine App gibt, die auch offline funktioniert!
  • MyENV Weather
    Die App der National Environment Authority zeigt natürlich nicht nur die aktuellen Wetterdaten jedes Stadtbezirks von Singapur an. Zusätzlich kann man auf dem Regenradar absehen, ob das Gewitter wirklich das Picknick im Botanischen Garten erreicht oder vorbeizieht, und ob die Luftqualität wieder einmal bedenkliche Werte erreicht (Stichwort Haze).
    Außerdem kann man sich die Ausbruchsorte und Fundstellen von Dengue anzeigen lassen und sämtliche Hawker Centres mitsamt Hygiene-Bewertung der einzelnen Garküchen.



Einkaufen/Ausgehen

  • Lazada/RedMart
    DER Lieferservice in Singapur. Über Lazada lässt sich praktisch alles bestellen, was man sich nur vorstellen kann (Kleidung, Spielzeug, Haushaltswaren, Schuhe, Sportzubehör, Möbel, …).
    Viel wichtiger für mich ist aber die dazugehörige Lebensmittelsparte RedMart. Dort bestelle ich einmal wöchentlich wirklich sämtliche Lebensmittel für unseren Haushalt (außer Obst und Gemüse, das wird auf dem Markt besorgt). Die Preise sind deutlich günstiger als beim Supermarkt, und geliefert wird sieben Tage die Woche von 6-23 Uhr. Das Zeitfenster kann ich mir fast punktgenau auswählen, erhalte kurz vorher noch eine Benachrichtigung per SMS und kann notfalls noch einen Ablageort eingeben, sollte ich doch kurzfristig nicht zuhause sein.
    Da wir kein Auto haben und die Lieferung wirklich an die Wohnungstür erfolgt, ist der Einkauf von Waschpulver im 5-Kilo-Paket und Bier überhaupt kein Problem.
    Einziges Manko: Fast jeder Artikel wird einzeln in eine Plastiktüte eingepackt. Diese nutzen wir dann eben zähneknirschend als Mülltüten, und kommen damit genau von Woche zu Woche.
  • AliExpress
    Das chinesische Pendant zu Amazon. Wie auch bei Lazada gibt es hier nichts, was es nicht gibt – allerdings viel, viel günstiger und fast immer mit Herkunftsland China. Für die oft wirklich irritierend niedrigen Preise muss man ein paar Tage (oder eher: Wochen) Lieferzeit in Kauf nehmen.
    Und die chinesische Beschreibung der Produkte führt trotz Übersetzungssoftware manchmal zu Fehlkäufen.
    Unser Hängesessel auf dem Balkon war wirklich ein Schnäppchen, sollte aber eigentlich grün sein.
  • Amazon
    Auch Amazon versucht, sich auf dem Singapurer Markt zu etablieren. Das Angebot ist im Vergleich zu Deutschland noch ziemlich bescheiden, wird aber peu à peu erweitert. Lebensmittel kann man über Prime bestellen, und auch der Streamingdienst steht für 2.99 Singapur-Dollar monatlich zur Verfügung.
  • Chope
    Wer in einem Food Court essen geht, trifft dort häufig auf folgendes Bild: Einsam und verlassen liegen auf vermeintlich freien Tischen einzelne Päckchen Taschentücher, manchmal auch eine Visitenkarte oder ein Kugelschreiber. Hauptsache: wertlos. Obwohl weit und breit niemand zu sehen ist, bedeutet das: Dieser Tisch ist besetzt.
    Diese spezielle Art des Reservierungsvorgangs ist in Singapur so populär, dass es dafür sogar ein eigenes Wort auf Singlisch gibt: chope (vom malaiischen Wort cap, das so viel wie „Stempel” bedeutet. Daraus wurde umgangssprachlich to chop, „eine Spur hinterlassen“.) Der Ausdruck ist hier Allgemeingut und so verbreitet, dass der bekannteste Onlineservice für Restaurantreservierungen in Asien (mit Entwicklungsstandort in Singapur) genauso heißt: Chope.
    ezahlung der Fahrt kümmern muss.
    Tischreservierungen in jedem beliebigen Restaurant inklusive Erinnerungsfunktion 24 Stunden vorher klappen damit reibungslos.
  • Happy Cow (Basisversion gratis, Upgrade kostenpflichtig)
    Als Vegetarierin bin ich froh um jeden Tipp, der mir bei der Auswahl eines schönen Restaurants mit einer Speisekarte, auf der ich das eine oder andere für mich passende Gericht finde, hilft. Happy Cow erkennt meinen Standort und zeigt mir eine Auflistung von veganen und/oder vegetarischen Restaurants und Geschäften an, in denen ich dann versorgen kann. Ich nutze die Vollversion der App in ganz Asien auf allen Reisen, denn damit kann ich Restaurants speichern und im Offline-Modus abrufen.
  • GrabFood / Deliveroo
    Die beiden Lieferdienste unterscheiden sich nicht sonderlich. Beide bieten die Möglichkeit, von praktischem jedem Lokal der Stadt (inklusive Getränkestände, Cafés und Garküchen) per App das Lieblingsgericht zu bestellen und sich bis zur Wohnungstür (oder zum Pool oder zum Picknickplatz) liefern zu lassen.
    Zur Mittagszeit sieht man Auslieferer der beiden Anbieten an praktisch jedem Essensstand in der ganzen Stadt. Bezahlt wird mit vorher hinterlegter Kreditkarte, so dass man noch nicht einmal Bargeld zur Hand haben muss.
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  • Fave
    Fave bzw. MyFave ist eine App, in der ich Gutscheine (oder sogenannte “Deals”) für Restaurants, Dienstleitungen, Sehenswürdigkeiten oder Geschäfte buchen kann. Zum Beispiel gibt es dort immer für Titus’ Lieblings-Indoorspielplatz eine beachtliche Ermäßigung, wenn ich die Eintrittskarte über die App vorab kaufe. An der Kasse zeige ich dann nur noch den dazugehörigen QR-Code vor.
    Eine Bezahlfunktion ist dort ebenfalls hinterlegt, nutze ich die App zur Bezahlung meiner Restaurantrechnung, kann ich Punkte sammeln, die ich dann wieder in Rabattaktionen einlösen kann.
    Deals lassen sich nicht nur für Singapur, sondern z.B. auch für das Legoland Malaysia finden.
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  • Piing
    In dieser App vereinbare ich mit der Reinigung den Abholservice für die Anzüge meines Mannes. Abholung und Lieferung erfolgt an der Haustür, und zwar punktgenau nach vorheriger Vereinbarung und auch zu später Stunde wie z. B. um 22:30 Uhr. Der Stückpreis für die zu reinigenden Kleidungsstücke liegt trotz Lieferung deutlich unter dem der Reinigung im Einkaufszentrum nebenan, und auch große Stücke wie Matratzenauflagen, Teppiche und Tagesdecken werden zu einem wirklich sensationellen Preis gereinigt.
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Unterhaltung

Natürlich nutzen wir Streamingdienste für Filme, Serien, Musik und Hörbücher. Dafür nutzen wir die allseits bekannten Anbieter (Netflix, Spotify, AmazonMusic). Normale Mediatheken des deutschen Fernsehens funktionieren wegen Geoblocking nur bedingt, hier muss man sich eines VPN Clients bedienen.

  • Onleihe
    Für deutsche Leseratten ist die Onleihe-App ein Eldorado. Hier kann man sich über deutsche Bibliotheken ebooks, epapers, Hörbücher und Musik ausleihen und auf den eigenen Reader laden.
    Allerdings braucht man dazu einen Mitgliedsausweis bei einer Stadtbibliothek innerhalb Deutschlands (so wie wir in München, diesen kann man zum Glück online jährlich verlängern). Die Onleihe selbst ist damit dann kostenlos, über die App kann man bequem den Katalog durchsuchen, Vormerkungen setzen und die Ausleihe durchführen.
    Geheimtipp für alle Expats ist die Onleihe des Goethe-Instituts, die sich explizit an die Leser richtet, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Die Teilnahme an der Onleihe ist nach einer Registrierung beim Goethe-Insituts sogar kostenlos, und die Auswahl an Kinderbüchern und -hörspielen ist beeindruckend groß!
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  • National Library Singapore
    Wer auch gerne auf Englisch liest, kann auf die riesige Auswahl von Medien in der elektronischen Ausleihe der National Library Singapore zurückgreifen. Das Prinzip ist ähnlich zu dem der Onleihe: In einer der Stadtteilbibliotheken eine Mitgliedschaft abschließen (kostet rund 40 Singapur-Dollar pro Jahr) und die App herunterladen. Damit kann man dann problemlos und bequem Buch um Buch auf dem eigenen Reader zuhause lesen.
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  • Urlaubsgruss
    Natürlich verschicken wir ständig Fotos per Handy, aber wer freut sich nicht hin und wieder über eine richtige Postkarte im Briefkasten?
    Ganz bequem lässt sich diese im Ausland und auf Reisen über die App “Urlaubsgruss” auf dem Handy erstellen. Einfach eigene Fotos auswählen, nach Wunsch anordnen, Text schreiben, Adresse aus dem Adressbuch oder manuell einfügen, per Kreditkarte bezahlen – und ab geht die Post. Nach nur wenigen Tagen (gemäß den deutschen Postzustellungszeiten) hält der Empfänger die gedruckte Karte in den Händen. Meist ist dieser Service, bei dem zum regulären innerdeutschen (!) Porto noch eine kleine Gebühr hinzukommt, deutlich günstiger und vor allem verlässlicher als der Versand aus dem Urlaubsland.
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  • Singapore Heritage Trails
    Ganz spezifisch und unheimlich nützlich für Singapur ist diese App, die von Studenten der National University of Singapore entwickelt wurde. Mit genauen Wegbeschreibungen, interaktiver Karte und spannenden historischen Fakten und Geschichten kann man Stadtviertel wie Kampong Glam und Balestier auf eigene Faust erkunden oder sich zum Beispiel auf den Spuren des Zweiten Weltkriegs durch Singapur bewegen – um nur ein paar der aktuell über 80 Spaziergänge zu erwähnen.
Singapore Heritage Trails Apk
  • Google Photos
    Die Fülle der Fotos auf unseren Handys und Computer-Festplatten ist schier unüberschaubar. Deshalb nutzen wir seit vielen Jahren den kostenlosen und unbegrenzten (!) Cloud-Speicherplatz von Google Photos. Unsere Mobiltelefone sind so eingestellt, dass jedes Fotos von dort direkt in die Cloud geladen wird, damit hat jeder von uns auch immer Zugriff auf die Fotos des Partners.
    Mit Freunden lassen sich nach einem gemeinsamen Urlaub per Freigabe Alben ganz bequem teilen, und man muss nicht mehr mühsam Fotos hin- und herschicken.
    Der für mich herausragendste Vorteil ist aber die Suchfunktion. Egal, ob ich Suchbegriffe wie “Januar 2018”, “Balkon”, “Hunde” oder “München” eingebe: Dank automatischer Verschlagwortung und Bilderkennung werden sofort die richtigen aus den Abertausenden Fotos im Speicher angezeigt. Die Gesichtserkennung funktioniert fast schon unheimlich gut, gebe ich in der Suchleiste unsere Namen ein, erscheinen ausschließlich Fotos, auf denen wir alle zusammen abgebildet sind.
    Schön finde ich auch die kleinen Erinnerungen, die man täglich bekommt, à la: Schau mal, was Du heute vor x Jahren gemacht hast.
    Und das Wichtigste: Um Sicherungskopien muss man sich keine Gedanken mehr machen.
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Außer den nun hier in zwei Teilen vorgestellten Apps nutze ich natürlich vor allem die Kommunikationsmöglichkeiten, die das Mobiltelefon bietet. Und zwar nicht nur mit Freunden und Familie, sondern auch mit Fremden. Mit Handwerkern und Putzhilfen, Privatverkäufern, Arztpraxen und Reiseveranstaltern kommuniziere ich ausschließlich über Instant-Messaging-Dienste, Ticketkäufe, die Buchung von Yogastunden oder Stadtführungen, die Krankmeldung in der Musikschule und die Organisation von Chorproben läuft digital. Ein richtiges Telefonat führe ich innerhalb Singapurs äußerst selten.
Hotels buche ich ausschließlich übers Handy, denn so kann ich Leerlaufphasen wie die drei Minuten Wartezeit an der Bushaltestelle (über die ich dank App bestens informiert bin) sinnvoll nutzen. Die besten Busverbindungen habe ich natürlich nebenbei auch noch recherchiert. Habe ich beim Ausgehen einmal kein Bargeld dabei, scanne ich schnell den QR-Scan am Essensstand und schicke eine Überweisung ab. Paketdienste lassen sich fast auf die Minute genau bestellen, und trifft man mich doch einmal nicht zu Hause an, bekomme ich sofort eine Nachricht und kann digital einen alternativen Ablageort übermitteln.
Alles davon checke und erledige ich auch noch nach 22 Uhr oder am Wochenende tippend und wischend auf dem Smartphone, denn die digitale Welt schläft nie. Wegen des sechs- bzw. siebenstündigen Zeitunterschieds zu Deutschland ist spät abends sowieso die beste Zeit, um mit Freunden und Familienmitgliedern in der Heimat zu kommunizieren. Dank Instant-Messaging-Diensten (FaceTime, WhatsApp, Skype, GoogleDuo) verlieren wir trotz der 10.000 Kilometer großen Distanz nicht den Kontakt zueinander und lassen uns per Text- und Sprachnachrichten, Fotos und Videos an unserem Leben gegenseitig teilhaben.
Kein Wunder, dass ich das Handy kaum noch aus der Hand lege – wie alle in dieser Stadt! Da fällt mir ein: Ich muss gleich mal „Handydaumen“ recherchieren bzw. per Live-Chat mit meinem Hausarzt besprechen, denn dieser Finger schmerzt inzwischen doch ein wenig.


* Wenn nicht anders angegeben, sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte verfügbar und kostenlos.
** Die Nennung dieser Apps/Marken ist meine persönliche Auswahl. Eine Bezahlung in welcher Form auch immer habe ich dafür nicht erhalten. Ob dieser Beitrag nun als Werbung gekennzeichnet werden muss, weiß ich auch nicht so recht.

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