Unser Wochenende: Von einem Fest zum nächsten!

Unser Wochenende: Von einem Fest zum nächsten!

Samstag:

Um 7:10 Uhr stehe ich mit dem kleinen Bäcker bereits in der Küche. Der Hefeteig vom Vorabend wird zu Apfel-Nudeln und einem Zopf verarbeitet:

Nach einer Folge des Lieblings-Hörspiels sind die Backwaren denn auch pünktlich zum Frühstück fertig.

Es wird ernst: Unser Rückzug nach Deutschland steht in ein paar Wochen an, und die Umzugsfirma möchte genaue Informationen zu den Möbeln und Einrichtungsgegenständen, die im Container transportiert werden sollen. Also vermisst Titus fachgerecht unser wertvollstes (und schwerstes) Stück, den lieben Ganesh.

Anschließend wird vorgelesen, eines der Lieblingsbücher hier im Haushalt:

Norman und Titus verabschieden sich kurz darauf, Titus ist zur Geburtstagsparty einer Klassenkameradin eingeladen. Über 30 Kinder. Ballonkünstler. Facepainting. Zaubershow mit 3 Zauberern. Büffet. Mehrstöckiger Geburtstagskuchen. Der ganz normale Singapurer Kindergeburtstags-Wahnsinn eben.

Ich genieße derweil die Ruhe beim Sport, u.a. in der „Yoga Corner“ unseres Condos.

Anschließend geht es für mich zur samstäglichen Chorprobe, nur noch zwei Wochen bis zum Konzert! Es läuft aber erstaunlich gut, offenbar haben sich die ganzen Extraproben und die vielen „Hausaufgaben“ und Zusammenfassungen per WhatsApp ausgezahlt.

Auch bei Norman und Titus geht es musikalisch zu; die beiden besuchen das Kinderkonzert des Singapore Symphony Orchestra. Sie sind sehr begeistert von Emily Saves the Orchestra.

Gegen 18 Uhr finden wir uns zur Party bei den Lieblingsfreunden Christiane und Jens ein. Titus liebt den Pool im Condo dort und ist schneller im Wasser, als ich mir ein Getränk einschenken kann.

Es gibt ein tolles Büffet, zu dem jeder Gast etwas beigesteuert hat. Das Menü liest sich wie ein Paradebeispiel für die Multi-Kulti-Gesellschaft Singapurs.

Die ungefähr 25 Kinder freunden sich alle schnell an und sind derart mit sich selbst beschäftigt, dass wir Erwachsenen einen sehr ungestörten Abend mit netten Gesprächen verbringen können. Titus kommt nur hin und wieder vorbei, um einen Schluck Wasser zu trinken, und rennt danach mit den Worten „Ich hab überhaupt keine Zeit“ sofort wieder los.

Kurz nach 22 Uhr beendet der Wachmann das Fest, und bis alles aufgeräumt ist und wir mit dem Taxi zuhause ankommen, ist schon fast 23 Uhr. Der Einfachheit halber gehen wir dann alle zusammen zu Bett, Titus ist selig über so einen ereignisreichen Samstag, er ist ein echtes Partytier.

Sonntag:

Es ist kurz nach 8 Uhr, als der menschliche Weckalarm losgeht. Eine halbwegs vernünftige Uhrzeit. Während das Kind Hörspiele hört, fasse ich die gestrige Chorprobe für meine Mitsängerinnen zusammen.

Danach will Titus unbedingt ein Ritter sein und wühlt in seiner Verkleidungskiste. Erfolgreich.

Ich gehe zum Sport ins heimatliche Gym und nehme Titus mit, der sich dort mit Hörbuch, Springseil, Laufband und Rudergerät eine dreiviertel Stunde lang beschäftigt. Große Kinder sind toll!

Der Lieblingsmann erbarmt sich anschließend und holt Kaffee. Wir haben nämlich keine Kaffeepads für unsere deutsche Maschine mehr, der Nachschub lässt auf sich warten, und nur Schwarztee reicht für den daierhaft niedrigen Blutdruck nicht.

Titus und ich basteln aus Resten in Tiefkühlfach und Kühlschrank ein Mittagessen: Couscous mit Rucola-Pesto.

Nach dem Mittagessen schauen die beiden „Die Sendung mit der Maus“ – am PC, da nur dort dank VPC Client die Mediathek funktioniert. Stichwort Geoblocking.

Ich lese derweil im Schaukelsessel auf dem Balkon, meinem absoluten Lieblingsplatz.

Der leider sehr bald von der Hauptperson dieses Haushalts okkupiert wird, die mitsamt tierischem Gefolge anrückt und verlangt, dass aus dem aktuellen Lieblingsbuch vorgelesen wird.

Nach einem Nickerchen (das passiert mir sonst nie! Ehrenwort!!!) machen wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg zu Freunden im Osten der Stadt. Gerade heute ist es sagenhaft heiß und wir halten es an der Bushaltestelle nur im Schatten aus.

Die gerade frisch nach Singapur gezogenen Ammerseer haben in der neu bezogenen Wohnung einen Pizzaofen auf der Terrasse installiert. Ein absolutes Highlight für Groß und Klein!

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Die Kinder haben einen Riesenspaß und beschäftigen sich stundenlang mit Pizza-Kneten, -Belegen und Brennholz stapeln und richten eine sagenhafte Sauerei mit Mehl an.

Egal, wir trinken derweil relativ ungestört Gin&Tonic, Bier und Weißwein und haben einen sehr entspannten Abend, während die Sonne untergeht.

Ein tolles Wochenende, mit so vielen wunderbaren Einladungen bei lieben Menschen – die gesamte Familie ist rundum zufrieden.

Einziger Wermutstropfen: David Beckham war da – und ich habe ihn verpasst …


Wenn Ihr wissen wollt, wie andere Blogger ihr Wochenende verbracht haben, schaut wie immer bei den Großen Köpfen vorbei!

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