Unser Wochenende: Chor, Kino und Zeugnisse

Unser Wochenende: Chor, Kino und Zeugnisse

Samstag:

Wie fast jeden Samstag beginnt unser Wochenende mit einer Back-Aktion. Diesmal steht Hefezopf auf dem Menü, und aus bereits leicht angebräunten Apfelschnitzen fabrizieren wir noch ein paar Apfel-Rohrnudeln. Der Hefeteig kommt ohne Eier und Kuhmilch aus und schmeckt köstlich!

Nach einer Runde Sport steht die tägliche Klavierübung auf dem Programm:

Und auch ich bin heute „musikalisch“ unterwegs und verbringe den gesamten Nachmittag in einer Chorprobe.

Zur Belohnung nach gut dreistündiger Arbeit gibt es danach noch ein gemütliches Beieinandersitzen, von dem ich mich aber nach einer halben Stunde verabschieden muss.

Titus und Norman haben derweil den Nachmittag im Trampolinpark „Bounce“ verbracht und haben sich ausgetobt.

In der U-Bahn werde ich über die neueste Aktion der Regierung informiert. Beim Einkauf von vermeintlich „gesunden“ Lebensmitteln gibt es ab sofort eine Art Belohnungssystem.

Im Botanischen Garten findet heute wie alle Jahre ein Open-Air-Kino, veranstaltet vom National Cancer Centre, statt. Nach „The Sound of Music“ und „Mary Poppins“ steht heute „The Wizard of Oz“ auf dem Programm. Der 80 Jahre alte Film fesselt sämtliche Besucher, Titus gruselt sich zwar ein wenig vor der bösen Hexe, findet aber Löwe, Zinnsoldat und Vogelscheuche ziemlich großartig.

Es ist so gemütlich, dass wir mit unseren gerade erst nach Singapur gezogenen Bekannten Ines und Flori noch lange nach Ende des Films zusammensitzen und plaudern, während die drei Buben gleich noch ein weiteres deutsches Kind aufgabeln und über die inzwischen leeren Wiesen toben. Es ist schon fast 23 Uhr, bis wir endlich zuhause ankommen.

Sonntag:

Deshalb wird tatsächlich bis kurz nach 8 Uhr geschlafen am Sonntag und dann noch sichtlich müde ein Hörbuch auf dem Sofa gehört und Hefezopf gefrühstückt, während ich in Ruhe Kaffee schlürfe.

Dann wird Schule gespielt – obwohl es doch Sonntag ist!

Die Planungen für den Weihnachtsurlaub (Flores und Komodo, Indonesien) gehen in die nächste Runde. Die Flüge sind gebucht – gerade noch rechtzeitig und halbwegs bezahlbar, für die Unterkünfte haben wir uns auch schnell entschieden. Nun muss noch für das Programm vor Ort gesorgt werden: Warane besuchen, Inselrundfahrt und vor allem Tauchen!

Außer im Wohnzimmer ein Chaos anzurichten muss das Kind dringend einen Tanz üben, der gerade im Kindergarten einstudiert wird. Ich bin heute sehr bewegungsarm unterwegs und liege dabei auf dem Sofa, während Norman immer noch in Sachen „kaputter Deckenlampe im Arbeitszimmer“ unterwegs ist.

Am Nachmittag fahren wir alle zusammen in die Orchard Road – aber nicht, um wie gefühlt alle anderen Bewohner Singapurs shoppen zu gehen, sondern um der Zeugnisverleihung unserer Perle beizuwohnen. Die hat nämlich in den vergangenen 18 Monaten praktisch jeden ihrer freien Sonntage dafür geopfert, sich fortzubilden und Finanz- und Businessplanung zu lernen, um sich nach ihrer Rückkehr auf die Philippinen irgendwann einmal erfolgreich selbstständig zu machen.

Die Vereinigung Aidha bietet solche Kurse für die Haushaltshilfen Singapurs an und leistet mit Unterstützung vieler hochkarätiger Freiwillger wirklich tolle Arbeit. Die Zeugnisverleihung ist dementsprechend pompös und groß angelegt, über 150 Frauen aus den Philippinen, Indonesien und Indien erhalten dort ihre Diplome, und der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein paar der Besten stellen mit sehr viel Engagement ihre Geschäftsideen in wirklich mitreißenden und sehr persönlichen Präsentationen vor.

Als dann endlich „unsere“ Perle ihr Zeugnis vom philippinischen Botschafter überreicht bekommt, klatschen wir natürlich besonders laut.

Nach der persönlichen Gratulation muss natürlich noch das obligatorische Gruppenfoto gemacht werden.

Und weil wir eh gerade mitten in der Orchard Road unterwegs sind, findet der Vorschlag, zum Lieblings-Sushiladen zu gehen, vor allem bei Titus großen Anklang.

Nach dem Ende des Mahls zählt das Kind eifrig 19 Tellerchen, alle sind also ausreichend gesättigt. Nach der Gute-Nacht-Lektüre, die so lustig ist, dass ich sie am liebsten zweimal hintereinander vorlesen würde (Affiliate Links: „Der Miesepups“ bzw. „Der Miesepups hat was im Gesicht“ – zum Totlachen!), schläft es sich schnell ein und so bleibt noch genügend Zeit für ein bisschen Netflix, bevor ich mich in meine eigene Gutenachtlektüre vertiefe.


Wenn Ihr wissen wollt, wie andere Blogger ihr Wochenende verbracht haben, schaut wie immer bei den Großen Köpfen vorbei!

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