12 von 12 im Juli 2019

12 von 12 im Juli 2019

Inzwischen sind wir in Senden angekommen, der kleinen Stadt, in der wir aufgewachsen sind.

Titus ist von den vielen Erlebnissen so beeindruckt und müde, dass er morgens „bis in die Puppen“ schläft.Dadurch habe ich morgens ausgiebig Zeit, bei der ersten Tasse Kaffee einen Blick in den Garten zu werfen.

Nachdem das Kind gegen 9 Uhr dann endlich auch aufgestanden ist, verschwindet es ins Wohnzimmer und spielt selbstvergessen. Die Spielsachen, die beim letzten Besuch im September noch recht uninteressant waren, bieten jetzt stundenlange Beschäftigungsmöglichkeiten. Ganz hoch im Kurs: Knetmasse und Lastwagen/Traktoren.

Am Vormittag steht der Wocheneinkauf auf dem Programm. Mit meinem Papa geht es in die einschlägigen Geschäfte, und wie das in einer kleinen Stadt so üblich ist, treffen wir im Supermarkt auch auf das eine oder andere bekannte Gesicht und halten Schwätzchen, während Titus aus dem Einkaufswagen heraus krakeelt und die Alltagserledigungen sichtlich genießt.

Abends steht ein Grillfest im Garten an, also besorge ich Veggie-Würstel. Warum diese im großen Einkaufszentrum direkt neben der Fleischtheke zum Verkauf angeboten werden, ist mir ein Rätsel. Nicht besonders verkaufsfördernd für Vegetarier.

Nach einem schnellen Mittagessen mache ich mich auf zu einer privaten Yogastunde, die mir meine „alte“ Bekannte Eddi netterweise in ihrem kleinen Studio gibt. Um dorthin zu gelangen, bleibt mirwegen des anhaltenden Regens nur, das väterliche Auto zu nehmen. Huch, hier herrscht ja Rechtsverkehr!

Nach dem Yoga sammle ich Norman und Titus wieder bei den Schwiegereltern ein. Während der erstgenannte dort fleißig beim Baumschnitt assistiert, beschäftigt der zweite die Lebenspartnerin meines Schwiegervaters mit Lego-Bauanweisungen.

Danach fahren wir gemeinsam zum Friedhof; ein kurzer Besuch dort gehört eben auch zu einem Heimatbesuch dazu.

Leider regnet es noch immer. Zum Glück haben meine Eltern im Hof den perfekten Platz für einen Grillabend bei ungewisser Wetterlage. Unter dem Dach des Carports ist schon alles vorbereitet.

Aber zuerst muss ein Cappuccino zur Stärkung her!

Titus führt uns derweil seine neuesten Zaubertricks vor – Zaubern ist eine große Leidenschaft und beschäftigt ihn seit Wochen.

Endlich geht es los, im Kreis der (Groß-)Familie verbringen wir einen netten Abend bei leckerem Grillessen, inklusive Stockbrot. 

Das Wetter ist uns zunächst auch hold und zur Feier des Tages köpft Norman gleich mal eine Flasche Sekt.

Leider ziehen gegen halb zehn dicke, schwarze Wolken auf und es blitzt und donnert, so dass wir beim Einsetzen der ersten Regentropfen die Party mit den verbleibenden Gästen nach drinnen verlegen.

Was für ein schöner Tag, mit so vielen Begegnungen und gutem Essen! 


Andere Tagesberichte in zwölf Bildern findet Ihr bei Draußen nur Kännchen
Und was wir genau vor einem Jahr erlebt haben, kannst Du hier nachlesen: 12 von 12 im Juli 2018.

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