12 von 12 im Mai 2019

12 von 12 im Mai 2019

Guten Morgen und einen schönen Muttertag allen Mamas da draußen!

Zur Feier des Tages – und der Tatsache geschuldet, dass wir alle spät im Bett waren – wird heute ausgeschlafen. Und zwar kreuz und quer im Bett liegend.

Erst um 9 Uhr sitzt die Familie am Frühstückstisch!

Titus präsentiert stolz die Bastelwerke zum Muttertag und singt mir ein herzallerliebstes Lied vor – allerdings auf Mandarin.

Während wir gleich mehrere Vorstellungsgespräche mit potenziellen Haushaltshilfen führen, packen unsere Besucher ihre Koffer, die so leer sind, dass sie einen großen Teil unserer in der Abstellkammer deponierten Winterkleidung und Schuhe mit nach Deutschland nehmen können.

Mein Handy steht nicht still: von unserem Chorkonzert gestern Abend trudeln Fotos und Videos im Minutentakt ein. Nach den wochenlangen Proben und Extraproben standen wir endlich mit einem bunt gemischten Konzertprogramm auf der Bühne. Das hat großen Spaß gemacht, und meine Gäste im Publikum waren auch sehr begeistert!

Alle drei Monate muss ich neue Kakerlakenfallen aufstellen, die Viecher sind einfach nicht auszurotten. Nicht die schönste Aufgabe für Sonntag, aber was sein muss, muss sein!

Zu Mittag wünscht Titus sich Grießknödelsuppe:

Anschließend wird gebastelt, das ist obligatorisch am Wochenende:

Ich verabschiede mich am späten Nachmittag in die Yogastunde. Das Studio ist bis auf den letzten Platz belegt, so kenne ich das gar nicht – schließlich genieße ich den Luxus, normalerweise immer vormittags unter der Woche gehen zu können.

Bei so hart trainierenden Leuten im Raum steht bald die Luft und es wird ganz schön rutschig auf den Matten. Die Dusche danach tut gut – nach dem Fußmarsch einmal quer durch den Botanischen Garten bin ich aber praktisch wieder so nassgeschwitzt wie vorher.

Zum Glück finde ich die bereits auf der Picknickdecke sitzende Familie sofort, da mir Titus entgegenrennt.

Bei der Menschenmenge, die sich hier versammelt hat, um dem Muttertagskonzert des Singapore Symphony Orchestra zu lauschen, nicht selbstverständlich!

Die bekannten Melodien aus „La Traviata“, „Carmen“ und „Schwanensee“ bilden leider eher einen Hintergrund-Klangteppich, denn der Lärmpegel ist immens. Tausende Kinder toben über die Wiese, alle haben Unmengen Essen dabei, es wird gegessen, getrunken und geredet.

Nach genau einer Stunde ist das Konzert vorbei, mit dem Taxi geht es nach Hause. Titus ist todmüde, der Abschied von Onkel und Tante fällt schwer, und es kullern ein paar Tränchen. Bis ich das Kind in den Schlaf gesungen habe, haben sich die Besucher bereits Richtung Flughafen verabschiedet.

Ich ziehe schnell das Gästebett ab, werfe Bezüge und Handtücher in die Waschmaschine – denn morgen Nachmittag steht der nächste Besucher auf der Matte!

Bonus-Foto:
Der Beweis – ich bin 26 Jahre alt und kann gut kochen!
PS: SAM TENG FANE ist Titus‘ ureigene Lautschrift und soll „something funny“ heißen.

https://photos.app.goo.gl/dvsypFghYTSj2yzo

Andere Tagesberichte in zwölf Bildern findet Ihr bei Draußen nur Kännchen
Und was wir genau vor einem Jahr erlebt haben, kannst Du hier nachlesen: 12 von 12 im Mai 2018.

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