Peranakan Museum und Familienbesuch

Peranakan Museum und Familienbesuch

Nachdem ich am vergangenen Wochenende mit Titus das Singapore Philatelic Museum besucht habe, das in Bälde wegen Renovierungsarbeiten schließt, habe ich es am Mittwoch tatsächlich auch endlich noch ins Peranakan Museum geschafft.

Das Peranakan Museum will ich schon seit Monaten besuchen, doch erst die Dringlichkeit (ab 1. April 2019 schließt es für knapp zwei Jahre seine Pforten) macht es möglich, dass ich mich aufraffe und zwei Stunden dort verbringe.
In letzter Zeit habe ich mich ja recht intensiv mit der Geschichte der multikulturellen Gemeinschaft der Peranakan beschäftigt, und in diesem Museum finde ich vieles davon wieder.

Das Museum selbst befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1912, ehemals eine Schule.

Innen ist die Dauerausstellung über drei Stockwerke verteilt, in denen Herkunft, die aufwändigen Hochzeitszeremonien und das tägliche Leben der Peranakan gezeigt werden. Sprache, Religion und Essen spielen ebenso wie die typische Kleidung oder Einrichtung eine wichtige Rolle.

Besonders beeindruckend sind die Details zu der zwölf Tage andauernden Hochzeitsfeierlichkeiten und den dazugehörigen Kleidungsstücken, Geschenken, Einrichtungsgegenständen und Traditionen. Leider wird das meiste davon heute in den Gemeinschaften nicht mehr aufrecht erhalten.

Ergänzend dazu besuche ich noch die Sonderausstellung „Amek Gambar – Perankans and Photography“, in der das alltägliche Leben der Perankans anhand der Geschichte der Fotografie gezeigt wird.

https://photos.google.com/photo/AF1QipP4gWsc4lg03WNS_8ip1tTG81Gohdt_jLGGmv79
Studio Portrait of a Peranakan Couple

Große Empfehlung! Die Ansichten von Singapur aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, die Familienfotos, Fotoalben und Schnappschüsse lassen den Besucher tief in die Welt dieser besonderen Kultur eintauchen.

Große Empfehlung für dieses Museum!

Am Donnerstag Nachmittag ist es endlich soweit: die Großeltern sind im Anflug! Titus kann es im Taxi zum Flughafen kaum erwarten und hüpft in der Ankunftshalle herum wie ein Gummiball. Stolz hält er sein selbstgemaltes und -geschriebenes Willkommensschild in die Luft, und als er endlich die Oma erspäht, gibt es kein Halten mehr:

Das Kind ist so selig, dass er sich mitten in der Nacht aus seinem Zimmer schleicht und sich kurzerhand zwischen Oma und Opa ins Bett legt, um nur ja keine Sekunde ihres Besuchs zu verpassen. Hach, Familie ist schön!

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