Unser Wochenende: Zoo und asiatische Köstlichkeiten

Unser Wochenende: Zoo und asiatische Köstlichkeiten

Titus freut sich unbändig, als er nach dem Aufwachen auf den Wecker guckt: Es ist genau 8:00 Uhr, erlaubte Aufstehzeit am Wochenende.

Leise schleicht er sich ins Wohnzimmer, wo er Tina vorfindet, die gerade Noah stillt. Titus schnappt sich ein Buch, kuschelt sich dazu und lässt sich eine Runde vorlesen, während ich mich anziehe und das Frühstück vorbereite und Brotzeitdosen packe.

Der Junior ist so fasziniert davon, dass wir ein so kleines Baby zu Gast haben, dass er über den Tag immer wieder sein T-Shirt hochschiebt und seinen Stoffhund “stillt”.

Um kurz nach 10 Uhr steigen wir ins Taxi und fahren in den Zoo. Dort verbringen wir den ganzen Tag beim Spaziergang durch den im Dschungel gelegenen Tierpark. Bereits am Eingang begrüßen uns lautstark die Brüllaffen, Lemuren sitzen auf dem Weg, die Orang-Utans baumeln über unseren Köpfen, Riesenschildkröten werden gefüttert – Groß und Klein sind begeistert.

Nach Stunden erst erreichen wir den großen Wasserspielplatz, wo Titus sich sofort ins leider nicht besonders kühle Nass stürzt, und ich mir einen Eiskaffee gönne. In der großen Voliere des “Fragile Forest” präsentieren sich Tukane, Flughunde und lautstark kreischende Papageien direkt vor unserer Nase. Dort befindet sich auch ein Bereich der “ungeliebten” Tierchen, wo stets ein überaus engagierter Zoo-Mitarbeiter versucht, den Besuchern die Vorzüge von Stab- und Gespensterheuschrecken, Fauchschaben und Raupen nahezubringen. Ehe ich mich versehe, hat Titus bereits sämtliche der genannten Viecher auf der Hand, lässt sich Schmetterlingskokons zeigen und bekommt gar nicht genug von den Krabbeltieren. Von der Haltung von Fauchschaben als Haustiere möchte ich trotzdem absehen.

Erst kurz vor Schließzeit verlassen wir das Zoo-Gelände, nachdem wir fast sieben Stunden hier verbracht haben.

Norman, der uns nicht in den Zoo begleitet hat, genießt derweil einen freien Samstag, erledigt Papierkram, geht zur Massage und schwimmt ein paar Bahnen im Pool und ist sichtlich verwundert, dass wir solange für unseren Rundgang brauchen.

Per Taxi geht es zurück in die Innenstadt und dort ins Restaurant “Din Tai Fung”. Zuerst schauen wir den Dumpling-Köchen bei der Arbeit zu, und bald darauf stapeln sich Bambuskörbchen voller Köstlichkeiten vor uns. Titus ruft mit vollen Backen mehrfach “Delicious!”, während er sich Knoblauch-Spinat, Gemüsereis und vegetarische Dumplings in den Mund schiebt.

Im Gegensatz zum schwül-heißen Wetter draußen ist es hier allerdings dermaßen kalt, dass wir bald aufbrechen. Eine nette Dame weist uns den Weg zum Wickelraum, und Titus schaut höchst interessiert zu, wie Noah eine frische Windel bekommt. Die Putzdame dort muss allerdings zuerst einmal ihre Stricksachen wegräumen, offenbar benutzt sie den mit einem Vorhang abgetrennten “Nursery Room” als Pausenraum.

Bis wir gegen halb neun zuhause ankommen, sind alle erledigt, ein langer und wunderschöner Tag an der frischen Luft liegt hinter uns.

Am Sonntag Morgen fordert Titus wieder seine Vorleserunde von Tina ein und fährt danach seine Bügelperlen auf. Noah platzieren wir derweil auf der Bodenmatte, die noch aus Titus’ Babyzeit in unserem Haushalt vorrätig ist, er scheint dort ganz zufrieden zu sein und strahlt uns an.

Ich verabschiede mich bereits um 9 Uhr und genieße eine schweißtreibende, anstrengende Yogastunde, um mich anschließend bei einem Kaffee im East Coast Park mit Blick auf die Küste zu verwöhnen, während ich Texte korrigiere.

Zum Mittagessen bekomme ich Gesellschaft: Norman und Titus kommen um die Ecke spaziert, und kurz darauf gesellen sich Cousin Karsten mit Hui-Boon, Kyle und Baby Klara dazu. Gemeinsam verbringen wir ein paar gemütliche Stunden bei Mittagessen und Eiskaffee, während die Kinder im Sandkasten spielen oder sich zigmal die Geschichten von Max und Moritz vorlesen lassen.

Unser anschließender Abstecher auf den Spielplatz fällt kürzer aus als geplant. Die Sonne knallt dermaßen vom Himmel, dass ich das Gefühl habe, dass ich schmelze.

Also fahren wir im herrlich kühlen Taxi nach Hause, wo ich mich an die Vorbereitungen für das Abendessen mache. Während ich den Sushi-Reis kalt fächere, verabschieden sich meine Männer zum Schwimmkurs. Titus braucht noch ein klitzekleines Bisschen fachmännische Unterstützung, bis er das Seepferdchen-Abzeichen tragen darf. Obwohl er lauthals verkündet, dass er überhaupt keine Lust hat, macht es ihm dann doch Spaß und er berichtet mir stolz von seinen Fortschritten.

Der Hunger nach dem Schwimmen ist groß – und heute steht Sushi auf der Speisekarte. Mit Tomo haben wir einen echten Experten zu Gast, der perfekte Rollen formt. Noch ein wenig Misosuppe und Edamame dazu, fertig ist das japanische Dinner. Ein perfekter Abschluss für ein sehr perfektes Wochenende!


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