Südafrikanische Küche

Südafrikanische Küche

Freitag, 14 Uhr: Ich könnte dringend ein Nachmittagsschläfchen gebrauchen! Denn soeben komme ich von einem Treffen meines Kochclubs nach Hause, nach längerer Weihnachtspause haben wir uns heute Vormittag bei Carolyn getroffen. Die Gastgeberin, gebürtige Südafrikanerin, wartete mit einem typischen Menü aus ihrer Heimat Capetown auf.

Zu tun gibt es für die fünf Gäste heute gar nicht allzu viel. Wir schnippeln Zwiebeln und Gemüse, messen Gewürze ab und haben ausgiebig Zeit, uns bei Kaffee und Tee von unseren Weihnachtsferien und Reisen zu erzählen.

Um halb eins steht das Essen auf dem Tisch: zwei Salate als Vorspeise, beide mit frischem Obst verfeinert, was laut Carolyn typisch für ihre Heimat ist. Dazu gibt es köstliche kleine Tartes, buttrig-knusprig, gefüllt mit einem leicht süßen Zwiebelchutney und mit einer Creme aus Feta und Frischkäse überbacken.

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

Die Südafrikaner essen offenbar gerne deftig: Der nächste Gang ist frittiertes Sauerteig-Brot, Vetkoek, gefüllt mit einem Curry aus Sojaschnetzeln, Kartoffeln und Gemüse. Es schmeckt zwar köstlich, ist aber dermaßen mächtig, dass wir alle mit der Portion kämpfen.

Zum Abschluss wird der Nachtisch serviert: frisch aus dem Ofen kommt Mürbeteig, gefüllt mit Marmelade und Vanillesauce (Roly Poly Pudding). Dazu reicht Carolyn Südafrikas Nationalgetränk, Amarula, gemixt mit Vanille-Eis und einem Schuss Kaffee. Da meine indischen Mitköchinnen allesamt keinen Alkohol trinken, gibt es natürlich eine alkoholfreie Variante.

Während wir noch mit dne vollen Mägen kämpfen, räumt Carolyns Haushaltshilfe bereits den Tisch ab und die Küche auf. Wir liebäugeln derweil mit einem Nickerchen auf einem der sehr bequem aussehenden Ledersessel, die allesamt aus der First Class eines Flugzeugs stammen – Carolyn und ihr Mann sind beide Piloten.

Stattdessen raffen wir uns auf und eilen per Taxi in die verschiedenen Richtungen der Stadt davon, alle müssen ihre Kinder von Schule und Kindergarten abholen bzw. zuhause in Empfang nehmen. Mir bleibt gerade noch Zeit, diesen Post zu verfassen, bevor ich wieder losmarschiere, um Titus einzusammeln. Ist wohl besser so, so komme ich gar nicht erst in die Versuchung, mich auf dem Sofa auszustrecken!

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