Jahresende und -anfang

Jahresende und -anfang

Nun schreiben wir also 2019. Wie auch schon im Vorjahr haben wir den Silvesterabend bei einem lauen Lüftchen am Meer verbracht. Unser Hotel hat ein großes Gala Dinner ausgerichtet, mit thailändischen Köstlichkeiten aller Art, Tanzdarbietungen, Band und einem mit viel Trara zelebrierten Countdown.
Titus hatte sich fest vorgenommen, bis Mitternacht wach zu bleiben, und hat das auch problemlos geschafft, während der Rest der Reisegruppe bereits Stunden vorher ins Bett hätte gehen wollen.

Nach dem Zünden der kleinen Konfettibombe war und dem obligatorischen Anstoßen war die Sause dann auch beendet. Kein Feuerwerk, keine Böller – herrlich!

Am nächsten Mittag hieß es: Abschiednehmen. Zunächst vom Hotel, von dort aus ging es per Longtail-Boat zurück auf’s Festland. Das Besteigen des Bootes erwies sich mit dem ganzen Gepäck als etwas schwierig, war doch der Pier der Ebbe wegen unerreichbar, und wir wurden allesamt bis zur Hüfte nass. Der Fahrtwind blies uns bald wieder trocken, und die letzte Fahrt entlang Koh Hong und der ganzen bekannten Ausflugsziele war jede Unannehmlichkeit davor wert.

Am Hafen folgte der nächste Abschied, diesmal von Pierre und Ulrike, die noch ein paar Tage Thailand und Malaysia unsicher machen, bevor sie Ende nächster Woche in Singapur vorbeikommen.
Wir bestiegen also nur noch zu fünft den Flieger und nahmen zuhause dann noch Abschied von Opa Peter und Anneliese, die gleich weiter nach Deutschland reisten.

Für Titus war das Verabschieden allerdings zweitrangig, denn zu seiner großen Überraschung wartete in unserem Wohnzimmer doch tatsächlich ein ziemlich großes Weihnachtsgeschenk auf ihn, das natürlich sofort ausprobiert werden musste.

Das Kind jedenfalls war völlig fertig und schlief denn am nächsten Morgen auch bis halb zehn Uhr. Kein Problem, schließlich war heute der letzte Ferientag, wir hatten keine Termine und ich gönnte ihm den Schlaf, steckte ihm doch sicher noch die kurze Silvesternacht in den Knochen.

Nach dem Aufstehen folgte dann ein perfekter Ferienabschluss-Tag. Vormittags wurde Klavier gespielt und sämtliche Kalender auf den aktuellen Stand gebracht. Zum Mittagessen fuhren wir ins beste Running Sushi-Lokal, wo wir zusammen zehn Tellerchen leer futterten, was Titus genauestens berechnete und kontrollierte.

Den Nachmittag verbrachten wir im Pororo Park, einem Indoorspielplatz, der dem südkoreanischen Zeichentrick-Pinguin gewidmet ist. Dort verschwand Titus im Sandkasten, während ich mich in Ruhe einer Zeitschrift und einem Cappucchino widmete. Natürlich mussten wir aber bei sämtlichen Programmpunkten dabei sein, so fährt z.B. jede Stunde unter großem Geklingel eine kleine Eisenbahn im Kreis, und alle zwei Stunden gibt es eine Show, bei der die Serienstars auftreten und albern singen und tanzen.

Zurück zuhause, machten wir uns daran, Cookies zu backen. Und zwar nach einem Rezept vom Krümelmonster, welches Titus in einem seiner Sesamstraße-Büchlein gefunden hat. Das Cookie Monster, welche nach der Teigschlacht in meiner Küche saß, verfrachtete ich dann erst einmal in die Badewanne…

So zufrieden, wie Titus anschließend sein Abendessen verputzte, Duplosteine spielte und ins Bett ging, schien er jedenfalls mit dem Tagesablauf höchst zufrieden zu sein – ich ebenfalls, aber ab morgen freue ich mich auch wieder auf einen „geregelteren“ Tagesablauf!

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