Weihnachtsstimmung am Strand

Weihnachtsstimmung am Strand

Mit großem Hallo wird Titus am Montag im Kindergarten empfangen: wegen unserer ganzen Reisen hat er seine geliebte Kindergärtnerin seit fast zwei Monaten nicht mehr gesehen, und deshalb wird er erst einmal fest gedrückt. So fällt der Abschied von mir dann auch leicht, und ich bin ganz froh darüber, dass wir wieder in den gewohnten Alltag starten können.

Einen nennenswerten Jetlag hatte keiner von uns, da hat sicher das „straffe“ Wochenendprogramm geholfen, und ich habe eine umfangreiche Aufgabenliste vor mir, die ich nach den Wochen in Kambodscha, Indonesien und Deutschland nun endlich angehen kann. Dazu gehören die Planungen für meine Kochgruppe, denn gleich am kommenden Freitag darf ich meine Mitköchinnen bei mir zuhause begrüßen und mit einem deutschen Herbstmenü verzaubern. Ich stöbere in Rezepten, übersetze die ausgewählten, schreibe Einkaufslisten und überlege, was ich bereits am Vortag vorbereiten muss.
Nebenbei lese ich mich die Vertragsdetails der VG Wort ein, denn die Verwertungsgesellschaft schüttet inzwischen auch für Online-Texte aus, und da die Leser meines Blogs stetig mehr werden, ist es nun an mir, mich darum zu kümmern, dass ich auch bedacht werde.

Am Nachmittag habe ich für Titus eine besondere Überraschung: wir fahren nach dem Kindergarten mit dem Taxi nach Sentosa und kehren dort in den schicken Tanjong Beach Club ein. Wo sich am Wochenende die Beachbodies und Partypeople treffen, herrscht am Montag Nachmittag gemütliche Stimmung und gähnende Leere. Wir erobern eines der Sofas direkt am Pool, und kaum eine Minute später paddelt Titus bereits im lauwarmen Wasser, während ich mich mit Blick auf Sandstrand und Meer von leisen Elektrobeats beschallen lasse und eine hausgemachte Limonade schlürfe. Ein Mitbringsel aus Deutschland ist eine Schwimmlernweste, die das Kind seit dem Wochenende mit großer Leidenschaft ausprobiert und sich fest vorgenommen hat, baldmöglichst ohne die abnehmbaren Auftriebskörper schwimmen zu können.

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

Natürlich ist so ein Strandausflug eine schöne Sache, doch allein deswegen bin ich nicht mitten unter der Woche hierher gefahren! Die Chefredakteurin des deutschsprachigen Magazins „Impulse“ hat zum alljährlichen Gruppenfoto geladen, welches in der Dezember-Ausgabe erscheinen soll. Da so eine monatlich erscheinende Zeitschrift eine gewisse Vorlaufzeit braucht, finden wir uns nun also Anfang Oktober am Strand ein, um mittels Fellmützen, Christbaumkugeln und Tannenzweigen weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, während uns der Sand an den Füßen klebt und der Schweiß in der Nachmittagshitze bei 33°C nur so rinnt.

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

Titus und die anderen Kinder der Redaktionsmitglieder amüsieren sich köstlich über unsere Ausstaffierung, und ich bin sehr froh, dass ich danach noch eine ausgiebige Runde im Pool schwimmen kann. Zur Belohnung für Titus‘ Geduld während des Fotoshootings spendiere ich noch ein Abendessen im Beach Club, natürlich bestehend aus Pommes, was würde besser zu diesem gehobenen Freibad-Feeling passen.

Um kurz vor 20 Uhr sind wir wieder zurück, zuhause werde ich von Norman erwartet, der sich süffisant grinsend nach meinem „anstrengenden“ Nachmittags-Programm erkundigt. Zugegeben, so ein Tag wie heute vereint sicher die besten Dinge an Singapur: Pool, Strand, Sonne, Meer, Freunde, freie Nachmittage,… Ganz so sieht unser Alltag zwar nicht immer aus, aber immerhin versüßt uns dieser Wochenstart das Heimweh nach München und den Lieben dort!

5 Replies to “Weihnachtsstimmung am Strand”

  1. Hallo, Nadine. 🙂

    Die VG Wort war mir bis gerade eben gänzlich unbekannt und wünsche dir, das es klappt!
    Bei eurem weihnachtlichen Photo fiel mir als erstes übrigens nicht „sieht warm aus“ ein, sondern „da ist die Frauenquote mehr als erfüllt“. So sehr prägen einen die Diskussionen mittlerweile um dieses Thema herum.

    Einen schönen Abend wünscht dir
    Franziska

    1. Danke! Die Frauenquote ist nur deshalb erfüllt, weil es mehr oder weniger eine unbezahlte Tätigkeit ist, für dieses Magazin zu arbeiten. Für solche Ehrenämter, deren Treffen ausschließlich tagsüber stattfinden, haben halt nur die jobmäßig wenig eingespannten Damen Zeit…

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