Halbzeit in Singapur

Halbzeit in Singapur

Heute, am 31.10., ist nicht nur Halloween – ein sehr wichtiger Tage für Titus, hat er sich doch seit Tagen darauf vorbereitet und verschiedene Kostümideen erdacht und wieder verworfen. Letztendlich ist er als „Kürbis-Fee“ (!) auf dem Besen in den Kindergarten geritten…

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

Heute ist für uns aber auch Halbzeit – 15 Monate in Singapur sind vorbei, weitere 15 Monate liegen vor uns. Offiziell endet Normans Arbeitsvertrag zum 31.1.2020 hier, an die ursprünglich geplanten genau zwei Jahre haben wir inzwischen sechs Monate angehängt.

Ist die Zeit schnell vergangen? Oh ja! Doch woran liegt das? Weil immer noch so vieles neu ist? Weil wir aus unsere Alltagsroutine ausbrechen durften? Weil wir mangels Jahreszeiten und deutschem Feiertagszyklus jegliches Zeitgefühl verloren haben? Weil wir so viel unternehmen, reisen, Besuch bekommen und erleben?
Wahrscheinlich spielt alles davon eine Rolle.

Ab morgen könnten wir also „rückwärts“ zählen. Und es gibt doch noch so viel zu tun!

Ich habe noch längst nicht alle Museen besucht, außerdem wechseln ja die Ausstellung dort ständig. Unbedingt möchte ich zum Beispiel noch ins Red Dot Design Museum und in die Singapore City Gallery der Urban Redevelopment Authority; dort gibt es eine Ausstellung zur künftigen Stadtentwicklung Singapurs, die noch bis Ende des Jahres erneuert wird und deshalb geschlossen ist. Das Peranakan Museum habe ich bisher sträflich vernachlässigt, und ich war auch noch nie in Singapur im Kino.

Genauso sieht es mit Restaurants und Bars aus: in dem Online-Stadtplan, in dem ich alle Tipps vermerke, sind noch so viele Tipps vermerkt, und ständig kommen neue hinzu. Ein absolutes Muss ist ein Cocktail in der Bar des Raffles Hotels, denn dort wurde der legendäre Singapore Sling erfunden. Das Hotel ist aber seit einem Jahr komplett wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und soll gerüchtehalber im ersten Quartal 2019 wiedereröffnet werden.

Unbedingt möchte mir das Lian Shan Shuang Lin-Kloster anschauen, an dem wir jedes Mal auf dem Weg zum Flughafen vorbeifahren. Eine Führung durch die ortsansässige Tiger Beer-Brauerei ist quasi obligatorisch, ebenso wie ein Wochendendtrip nach Bintan oder Batam ins Spa.

Ich würde gerne noch einmal das Feuerwerk zum Nationalfeiertag sehen, so lange wie möglich dem deutschen Winter entfliehen, Abende auf Rooftop Bars verbringen und tagsüber ein bisschen schwitzen. Titus soll ruhig noch ein wenig Englisch sprechen und Mandarin lernen, gerade fühlt er sich sehr wohl im Kindergarten und da soll er also ruhig noch ein wenig Zeit verbringen.

Die Liste für die Reiseziele, die einigermaßen bequem von Singapur aus zu erreichen sind, ist noch lang: Philippinen, Borneo, Taiwan, Papua-Neuguinea, Japan und Raja Ampat. Ich möchte gerne den Mount Kinabalu, den höchsten Berg Malaysias, besteigen, mit dem Zug durch Java fahren, ins Legoland nach Malaysia, vielleicht in die Südsee fliegen. Einiges davon haben bereits fest eingeplant, zum Teil gemeinsam mit den Besuchern, von denen wir noch einige in den kommenden Monaten erwarten.
Außerdem steht in jedem Fall innerhalb unserer Singapur-Laufbahn noch einmal ein Heimatbesuch an.

Wenn ein wenig Luft bleibt dazwischen, spiele ich mit dem Gedanken, ein 200-Stunden-Yoga Teacher Training zu absolvieren, ein paar Mal per Tagesausflug von Singapur aus zum Tauchen zu fahren.

Ob das alles in die kommenden fünfzehn Monate passt, neben Alltag, Sport, Freunde treffen, Chorproben, Arbeit und sonstigen Verpflichtungen? Wenn die Zeit weiterhin so schnell vergeht wie in der ersten Hälfte, wird das ganz schön knapp!

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

9 Replies to “Halbzeit in Singapur”

  1. Liebe Nadine,

    ihr habt schon reiche 15 Monate erlebt, die nächsten 15 werden genau so! Und wenn nicht alles klappt: Südostasien ist nicht aus der Welt. Außerdem kann in der Zeit noch einiges passieren.

    Ein angenehmes Halloween, mit Kürbisfee und Leckereien!

    Herbstwettergrüße,
    Franziska

    P.S. Ich hatte grad irgendwas mit Marzipan, Mandelstiften, Puderzucker *Kinn abwische* und Hefeteig. Jetzt braucht es ’ne saure Gurke zum Ausgleich. Lach.

    1. Das stimmt, liebe Franziska – aber ob wir in den nächsten Jahren dann noch einmal nach Singapur reisen werden, weiß ich nicht… Die Welt hat ja noch so viele andere tolle Ecken, die entdeckt werden müssen!
      Beste Grüße,
      Nadine

      1. Hier läuten gerade die Glocken. Irgendwie ist das als Ende für einen langen, heißen, tollen Sommer genau das Richtige.

        Das ist so, und ihr habt ja auch noch einiges vor. So unternehmungslustig wie ihr alle drei seid, warte ich persönlich nur noch auf einen Bericht aus Johannesburg oder Lima. Lach.

        Liebe Grüße,
        Franziska

          1. Duuhuuu, was zum Henker ist ein Jugo? Lach. Deinen Blog habe ich gespeichert und bin jetzt am Schmökern. Meine Güte, wie lange seid ihr denn zusammen? O.O Ich finde das übrigens schön!

          2. „Jugo“ heißt auf spanisch schlichtweg „Saft“.
            Und wir sind seit mehr als 16 Jahren zusammen – wie die Zeit vergeht?!

  2. Ja, liebe Nadine, dann freue dich, daß noch so viel vor dir liegt, wäre doch schade, müßtest du dir eingestehen, daß du alles schon kennst, hast ja auch noch einige Jahre/Jahrzehnte vor dir. Deine Bar Berichte haben mich besonders beeindruckt, kannst mal gedanklich eine Klassifizierung vornehmen für unseren stay bei euch. Cheers Peter

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