KzH – mit krankem Kind zuhause

KzH – mit krankem Kind zuhause

Ein recht ruhiges Wochenende war da. Ich saß den halben Samstag am PC, denn zum ersten Mal war ich Teil der Schlusslektorats-Runde vom „Impulse“-Magazin. Und so las ich mich ein paar Stunden lang durch sämtliche Artikel, überprüfte Zeitangaben, Kommasetzung, Layout und Zusammenhänge, während Titus sich mit Norman im Indoor-Spieleland „Kids Amaze“ vergnügte.

Als kleine Ablenkung zwischendurch fabrizierte ich mein erstes Sauerteig-Brot, nach einem Rezept aus dem ZEIT-Magazin. Und was soll ich sagen: köstlich! So köstlich, dass wir den Laib bis Sonntag Abend fast aufgegessen hatten… Da muss ich wohl schnellstens einen neuen Ansatz bereitstellen.

Da ich am Samstag das Haus überhaupt nicht verlassen habe, war ich froh, wenigstens am Sonntag Nachmittag endlich mal rauszukommen. Titus freute sich auf seine Kinder-Yoga-Stunde, dort machte er 75 Minuten lang offenbar begeistert mit, während ich im Vorraum gemütlich auf einem Sofa saß und eine Folge der aktuellen Lieblingsserie auf dem Handy anschaute.

Anschließend sollte noch für Kultur gesorgt werden, Mitte August fliegen wir für ein paar Tage nach Kambodscha und besuchen Angkor Wat, deshalb wollte ich mit den beiden Männern noch einmal die tolle Ausstellung dazu im Asian Civilisations Museum anschauen. Leider war Titus bereits im Taxi auf dem Weg dorthin urplötzlich todmüde und wollte sich kaum noch bewegen. Das „Tang Schiffswrack“ entlockte ihm zwar noch ein paar interessierte Nachfragen, beim Anblick einer altchinesischen Spiele-Schatulle aus dem 6. Jahrhundert erklärte er mir voller Überzeugung, dass das wohl ein Computer sei (aufgeklappt hatte sie durchaus Ähnlichkeit mit einem Laptop!), um danach dann mitten in der Ausstellung auf einer Bank einzuschlafen. Am hellichten Nachmittag – das kommt sonst nie vor!

Ich ahnte also, dass das wohl etwas nicht stimmen konnte. Und tatsächlich: das Kind glühte, Fiebermessen ergab erhöhte Temperatur, und so steckten wir es zuhause ins Bett. Den kompletten Montag verbrachten Titus und ich dann wahlweise auf dem Sofa oder dem Bett. Vorteil an meiner freien Zeiteinteilung ist ja, dass es überhaupt kein Problem ist, wenn das Kind mal zuhause bleiben muss. Das kam seit unserer Ankunft in Singapur aber bisher genau einmal vor, vergangenen September. Ich bin also nicht besonders geübt darin, ein krankes Kind zu betreuen, aber wir (bzw. ich) lasen unzählige Bücher, hörten viele, viele Folgen Benjamin Blümchen und Titus durfte ausnahmsweise so viele Folgen „Paw Patrol“ gucken, wie er wollte. So kenne ich das noch aus meiner Kindheit: wer krank ist, darf fernsehen. Das habe ich tatsächlich in guter Erinnerung, und was soll man denn auch sonst tun, wenn man zum Spielen, Herumlaufen oder Rausgehen zu kaputt ist?

Diese „Auszeiten“ konnte ich nutzen, um wenigstens die dringendsten Erledigungen zu machen, Artikel fertigzustellen, Mails zu beantworten und nach einer unruhigen Nacht ein paar Minütchen auf dem Sofa zu dösen.

Ein paar Schlucke Fencheltee, ein paar Salzbrezen und drei Löffelchen Apfelmus nahm Titus zu sich, das Fieber verschwand im Lauf des Tages, und bis zum Abend konnte er schon wieder mit dem Papa Speisen für eine Party in seiner Spielküche zubereiten und einige Löffel vom Tomaten-Couscous essen.

Nun hoffe ich, dass er nach einem weiteren Ausruh-Tag wieder fit ist, denn ab morgen weilt unser lieber Freund Knut in Singapur, und wir haben natürlich einige Unternehmungen geplant!

8 Replies to “KzH – mit krankem Kind zuhause”

      1. Du meinst, dein Filius übte schon mal? Lach. Hoffentlich bleibt Titus weiter so munter, wie du im 12 von 12 geschrieben hast.

        1. Seit dem Wochenende ist das Kind zum Glück wieder ganz fit. Aber so einen richtigen Männerschnupfen, das hatte er schon als Kleinkind drauf!

      1. Liebe Nadine,
        vielen Dank für diesen ausführlichen akademischen Hinweis. Jetzt bin ich echt schlauer, wobei der letzte Absatz besonders haften geblieben ist, freilich mit dem letzten Satz habe ich so meine Probleme ! Immerhin bist du jetzt für zwei Männer bestens gewappnet ?
        lG Peter

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