Essen in Singapur – unsere Lieblinge

Essen in Singapur – unsere Lieblinge

In unserem ersten Jahr in Singapur haben wir versucht, so viele verschiedene Restaurants und Gerichte auszuprobieren. Schließlich isst der Singapurer für sein Leben gern, Essen ist ein zentrales Thema hier, und auf kleinstem Raum versammelt die Stadt Landesküchen aus aller Welt, zum Teil auf allerhöchstem Niveau.

Die meisten Einheimischen, die ich hier kennengelernt habe, kochen selbst überhaupt nicht, sondern gehen tagtäglich auswärts essen. Denn gutes Essen muss nicht unbedingt viel kosten, schon für ein paar Dollar bekommt man auf den Food Courts excellentes Essen aus ganz Asien.

Gerade erst hat der Guide Michelin seine jährliche Übersicht für Singapur veröffentlicht. Neben den 39 Restaurants mit einem oder zwei Michelin-Sternen wurden ganze 50 Garküchen und kleine Lokale mit dem „Bib Gourmand“ für erstklassig zubereitete und preiswerte Gerichte ausgezeichnet. Zwei davon befinden sich tatsächlich auf „unserem“ Newton Hawker in der Nachbarschaft!

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

Anfangs hat uns das Angebot an Restaurants und Garküchen schier erschlagen, dann haben wir uns im großen Stil Empfehlungen von bereits länger in Singapur Ansässigen geholt und in einem virtuellen Stadtplan vermerkt. Dieser wächst beständig!
Meine Entdeckungsreise ist noch längst nicht abgeschlossen, allein durch meinen Kochclub lerne ich ständig so viele neue Gerichte aus ganz Asien, Europa, Afrika und Australien kennen, von denen ich noch nie zuvor gehört habe. Und die immer und durchweg köstlich waren!

Das und die gesalzenen Preise für „europäische“ Lebensmittel führt dazu, dass ich zuhause zunehmend asiatisch koche. Von Dumplings über indisches Chat, von Singapurer Desserts bis hin zu japanischen Salaten, alles kein Problem, denn die Zutaten dafür finden sich in jedem noch so kleinen Supermarkt. Auch bei den Küchengeräten habe ich aufgerüstet, der Mörser ist häufig im Einsatz, meine indische Gewürz-Sammlung wächst. und gerade liebäugle ich schwer mit der Anschaffung einer echten indischen Gewürzmühle. Auch dabei ist meine Kochgruppe der beste Ratgeber!

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Natürlich haben wir inzwischen auch so einige Lieblingsgerichte und -lokale gefunden, in die wir möglichst auch immer unsere Gäste aus Deutschland mitnehmen – denn ich finde, dass man Singapur vor allem auch kulinarisch entdecken muss!

Und da bislang alle Gäste hellauf begeistert von den Neuentdeckungen auf ihrem Speiseplan waren, möchte ich Euch gerne die aktuelle Hitliste vorstellen:


 Mock Meat / Chinesisch

Eine unscheinbare, leicht gammelig anmutenden Garküche mitten in Chinatown namens „Yi Xin„. Leicht kann man Schild „vegetarian“ über der Tür übersehen. Die Speisekarte besteht zum Glück aus Fotos, denn die Angestellten sprechen nur wenig Englisch. Bei den Getränken bedient man sich selbst aus dem Kühlschrank, der ausschließlich ein paar verschiedene Eistees und Wasser enthält. Aber das Essen! Auf rein vegetarischer Basis werden die köstlichsten Gerichte „nachgebaut“, so dass am Ende kein Unterschied zum tierischen Original zu schmecken ist.
Sämtliche fleischessenden Gäste verkündeten am Ende ihres Aufenthalts, dass das für sie das beste Restaurant der Stadt war.

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Dumplings / Chinesisch

Dumplings, also gefüllte Teigtaschen, gibt es überall auf der Welt. Die chinesische Variante, in der die Teigknubbel im Bambuskörbchen gedämpft werden, ist besonders lecker. Die Restaurantkette „Din Tai Fung“ gibt es zigmal in der ganzen Stadt, am Wochenende muss man oft lange anstehen, aber: es lohnt sich!
Und zur Ablenkung, während man auf einen freien Tisch oder das Essen wartet, kann man den Köchen dabei zuschauen, wie sie in Handarbeit und in Sekundenschnelle den Nudelteig vorbereiten, ausrollen und gekonnt um die Füllung wickeln.

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Chaat / Indisch

Eine Offenbarung ist indisches Chaat, das einfache Essen, das in den Metropolen Indiens an den Straßenständen und von fahrenden Händlern verkauft wird. Niemals zuvor davon gehört oder probiert, bin ich inzwischen süchtig danach. Das Restaurant „Kailash Parbat“ empfehlen sämtliche indischen Bekannten als „das beste der Stadt“ – und ich kann nur beipflichten!

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Hot Pot / Chinesisch

Fondue auf chinesische Art – in zum Teil anästhesierend scharfen Saucen mit köstlichen Szechuan-Pfeffer werden handgemachte Nudeln, Gemüse aller Art und natürlich alles (und ich meine: alles!) vom Huhn und Schwein versenkt und gegart. Das bekannteste Lokal für chinesischen Hot Pot ist sicherlich Hai Di Lao.
Zum Rahmenprogramm hier gehören ein Nagelstudio, Kinderbetreuung, Karaoke, Handyhüllen, Gratis-Eis zum Nachtisch und laute Gäste. Echt chinesisch eben und ein Erlebnis!
Obwohl es in Singapur allein sieben Filialen der chinesischen Kette gibt: unbedingt reservieren!

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Bibimbap / Koreanisch

Mein erstes Bibimbap war so köstlich, dass ich seitdem dem koreanischen Nationalgericht verfallen bin. Inzwischen habe ich mich durch einige Lokale der Stadt probiert, und muss sagen: der Dolsot-Bibimbap im Food Court des Einkaufszentrums gegenüber ist das beste – und für S$ 7.50 ein echtes Schnäppchen. Dazu unbedingt eine doppelte Portion Kimchi bestellen!
Aber auch der Koreaner „Dal-In“ in Telok Ayer bietet sehr gutes koreanisches Essen mitten im Singapurer Ausgehviertel.

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Dosas / Indisch

Wer nie südindisches Essen probiert hat, hat definitiv etwas verpasst. In Deutschland ziemlich schwierig zu bekommen, denn sämtliche Restaurants dort servieren rein nordindische Küche, also Currys in sämtlichen Varianten. Die hat aber mit der luftigen, ayurvedischen südindischen Küche ungefähr so viel zu tun wie Skandinavien mit Sizilien – wobei die Distanz zwischen den beiden Regionen ähnlich ist.
Idlis, Sambars und vor allem Dosas sind derart köstlich, und das sehr authentische Lokal „Ananda Bhavan“ in Little India serviert meines Erachtens für wenig Geld die besten. Achtung: die Masala-Füllung ist höllenscharf!

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To be continued!

Künftig wird sich unter „Unsere Lieblinge: Restaurants und Garküchen in Singapur“ eine – sicher niemals vollständige – Liste unserer Favoriten aus der Gastronomie finden. Und wir sind natürlich weiterhin für Empfehlungen dankbar, denn in der kulinarischen Szene der Stadt herrscht ein ständiger Wechsel.

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