Hongkong: Science Museum und Heimreise

Hongkong: Science Museum und Heimreise

Wie schon erwähnt, hat es durchaus seine Vorteile, wenn das Kind aus unerfindlichen Gründen plötzlich in aller Herrgottsfrühe wach ist. Am Montag ist in Hongkong Feiertag, „Tuen Ng“ oder „Dragon Boat Festival„. Nach einem Frühstück und Koffer packen verabschieden wir uns aus unserem Apartment und fahren mitsamt Gepäck für ein paar Dollar mit dem Taxi zum Hongkong Science Museum.

Am Feiertag ist dort natürlich wie erwartet viel los, wie immer in Asien wohl organisiert in Ansteh-Reihen. Weil wir sogar zehn Minuten vor Öffnung da sind, sind wir recht weit vorne und betreten um kurz nach 10 Uhr die Ausstellungsräume.

Titus wünscht sich zuerst einen Besuch der Raumfahrt-Ausstellung. Dort können wir computeranimiert ausprobieren, wie ein Schar Gänse zu fliegen und uns wie ein Astronaut anzuziehen.
In der benachbarten „World of Mirrors“ haben wir großen Spaß damit, uns in den Zerrspiegeln zu betrachten und Experimente mit Lichtquellen zu machen.

New photo by Nadine Dietl / Google Photos
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Gleich daneben befindet sich die Ausstellung „Life Sciences„. Das Dinosaurerskelett ist natürlich besonders spannend, aber wir verbringen danach fast eine Stunde damit, den Aufbau des menschlichen Körpers zu untersuchen. In unzähligen Stationen, bei denen man unheimlich viel selber ausprobieren kann, werden die Funktionsweise von Gelenken, dem Herz, der Lunge, der Sinne und überhaupt allem Menschlichen dargestellt.

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Sehr interessant ist dann der Vergleich zwischen westlicher Medizin und Traditioneller Chinesischer Medizin, hier werden die verschiedenen Körpersysteme und Funktionsweise gegenüber gestellt und die jeweilige Heilungs-Herangehensweise erklärt.
Es gibt Reaktions-, Fitness- und Intelligenztests, Titus kann gar nicht genug davon bekommen, überall Knöpfe und Schalter zu drücken.
Der „Biodiversity“ widmen wir dann nur noch ein paar Minuten, obwohl es auch hier mit vielen Tier-Exponaten („Sind die ausgestopft?“) noch viel zu entdecken gäbe. Doch wir müssen zum Flughafen!

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Tatsächlich waren wir in den zwei Stunden unseres Besuchs nur im Untergeschoss des Museums, die anderen Stockwerke und die vielen dort befindlichen Ausstellungen haben wir gar nicht besichtigt. Ein tolles Museum, mit sagenhaft günstigem Eintrittspreis: 5 Euro pro Erwachsener, Kinder bis 14 dürfen umsonst rein. Da zeigt sich, wie sehr der Kommunismus greift: alle „öffentlichen“ Einrichtungen, die eben für die Bevölkerung gedacht sind, sind spottbillig oder gar kostenlos.

Wir fahren also mit dem Taxi – Norman ist ein sehr versierter Taxi-Heranwinker! – zum großen Bahnhof in Kowloon, von dort fährt der Airport Express ab. Zu unserem Erstaunen befinden sich mitten im Bahnhofsgebäude bereits die Check-In-Schalter sämtlicher Fluglinien. Wir können also direkt unsere Koffer abgeben und steigen danach in den Schnellzug ein. Titus rätselt die ganze, 25minütige Fahrt über, wie nun wohl das Gepäck zum Flugzeug kommt, und wir sind gespannt, ob der Transfer klappt. Bequemer ist es jedenfalls so!

Da wir nun schon alles wichtige erledigt haben, haben wir ausgiebig Zeit am riesigen Flughafen für ein Mittagessen. Die Auswahl ist zwar gigantisch, doch gibt es in keinem einzigen Restaurant dort ein vegetarisches Gericht – am Ende landen wir also bei McDonald’s, wo es immerhin Pommes gibt. Denn selbst der Veggie-Burger ist in Hongkong nicht im Angebot.

Während des Flugs guckt Titus, diesmal zusammen mit Norman, noch einmal „Frozen“ und grölt lauthals „Let it go“ durchs Flugzeug. In Singapur angekommen, läuft die Immigration wie gewohnt wie am Schnürchen, keine Wartezeit – aber am Ende warten wir dann fast eine halbe Stunde auf unsere Koffer, die aber tatsächlich den Weg ins richtige Flugzeug gefunden haben. Bis wir zuhause sind, ist es schon ganz schön spät, das Kind hat aber natürlich trotz komplett verspeistem Flugzeugessen („Ich mag die Spinatlasagne hier im Flugzeug soooo gern!“) noch Hunger und muss eine Schüssel Müsli verputzen.

Und natürlich schläft der kleine Kerl am nächsten Morgen bis viertel vor neun, wo er doch eigentlich in den Kindergarten gehen soll!

5 Replies to “Hongkong: Science Museum und Heimreise”

  1. Guten Morgen!

    Von dem reibungslosen Abfertigungssystem nebst geordnetem Anstehen, kann man sich wohl noch etwas abschauen, wenn ich so an das Chaos bei Veranstaltungen und Fahrten mit Bus und Bahn denke.
    Beim Dinosaurierskelett kam mir als erstes Diplodocus in den Sinn, aber mit den Vorderbeinen paßt es nicht zusammen. Welcher Dino ist das?

    Sonnige Grüße,

    Franziska

      1. Liebe Nadine,

        vielen Dank, auch für den Link! 🙂 (Mir hat übrigens die Kinderbuchliste sehr gefallen. Hab zwar selbst kein Kind, schmöker jedoch gerne auch heute noch in Märchenbüchern oder auch bei „Mein Pony heißt Johnny“ und Winnie Pu. Für manches wird man wohl nie zu alt.)

        Viele Grüße,

        Franziska

        1. Liebe Franziska,
          ich lese auch unheimlich gerne Kinderbücher – ich freue mich jetzt schon darauf, die Astrid Lindgren- und Michael Ende-Bücher vorzulesen. Und Winnie Pu lese, schaue und höre ich immer wieder!
          LG,
          Nadine

  2. Liebe Nadine,

    das ist total sympathisch und es ist immer schön, noch auf andere zu treffen, die sich an gut gemachten Kinderbüchern erfreuen können. 🙂

    Ich wünsche euch einen guten Start ins Wochenende und sende liebe Grüße,
    Franziska

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