Ein Wochenende im Zeichen von Großkopferten und Kindereien

Ein Wochenende im Zeichen von Großkopferten und Kindereien

Wie schon erwähnt, ist das „politische“ Großereignis, dass in den nächsten Tagen in Singapur stattfinden wird, aktuell in aller Munde.
Seit Tagen kursieren Gerüchte, wo genau sich die beiden Herren den treffen, immerhin ist seit Donnerstag abend klar, dass die Vergnügungsinsel Sentosa ab heute definitiv zu meiden ist.

Endlich veröffentlichte die Singapurer Polizei dann auch die finale Meldung zu den Straßensperrungen, die vom 10. bis 14.6. zu erwarten sind: „Declaration of the Summit between the United States of America and the Democratic People’s Republic of Korea as an Enhanced Security Special Event“ (Singapore Police Force, 06.06.2018).
Daraus ließ sich dann für die Ortskundigen ablesen, in welchen Hotels Trump und Kim absteigen. Zum Glück ist unsere Wohngegend nicht direkt betroffen, aber die unmittelbar angrenzenden Gebiete. Wie genau sich das auswirken wird, konnte im Vorfeld noch keiner sagen; in jeder WhatsApp-Gruppe wurden heißen Diskussionen darüber geführt, wie viel Zeit man nun für die Fahrt zum Flughafen einplanen müsste, ob überhaupt Taxis zu bekommen seien und warum das Ganze überhaupt ausgerechnet in Singapur stattfinden muss.

Zumindest unser Wochenende blieb völlig unbehelligt: den Samstag haben wir großteils zuhause verbracht, am Pool und in der Wohnung, haben Fahrräder instand gesetzt, Brot gebacken, gespielt und gelesen. Am Abend hatten wir lieben Besuch von Laura und Eli, für die ich ein paar der indischen Gerichte aus der vorletzten Kochsession nachgekocht habe – ich war sehr stolz, als alles ratzeputz aufgegessen war! In Kindheitserinnerungen habe ich anschließend geschwelgt, denn die beiden hatten ein paar Brettspiele dabei, und zu meiner großen Freude haben wir ein paar Runden „Café International“ gezockt und passend dazu Italo-Pop-Hits aus den 80er Jahren gehört. Herrlich.

New photo by Nadine Dietl / Google Photos

Heute konnten wir Titus nach einem sehr faulen Vormittag überreden, einen Museumsausflug zu machen. Sämtlichen Museen und Gallerien bieten aktuell Kinderausstellungen und -programme an, da ja Ferienzeit ist. Nachdem wir dem Junior die verschiedenen Möglichkeiten unterbreitet haben, konnte er sich dann doch für einen Ausflug ins National Museum erwärmen – die National Gallery, das Singapore Art Museum und das Asian Civilisation Museum müssen dann wohl noch noch warten.
Im National Museum wurden wir schon vor dem Eingang von drei großen Hüpfburgen begrüßt, und drinnen erwartete uns eine ansprechende Ausstellung über Singapurs Spielplätze, natürlich inklusive Spielangeboten. Das Kind musste sich danach natürlich erst einmal im Museumscafé mit Kuchen stärken, bevor wir dann die restlichen Ausstellungsräume unsicher machten. Wirklich ein tolles Museum!

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Mit dem Bus kamen wir problemlos nach Hause, auch wenn der Verkehr rund um die Orchard Road ziemlich heftig war.
Als wir dann zuhause auf dem gerade eingerichteten Live-Ticker der „Straits Times“ nachschauten, konnten wir feststellen, dass wir die Ankunft der nordkoreanischen Delegation haarscharf verpasst hatten – zum Glück, sonst ständen wir wahrscheinlich immer noch im Stau…

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