12 von 12 im April

12 von 12 im April

Mein 12. April, anhand von 12 Fotos erzählt (mehr dazu bei „Draußen nur Kännchen„):

Es ist 8 Uhr, und ich sitze bereits im Taxi. Meine Flughafen-App meldet, dass das Flugzeug mit unseren Besuchern an Bord wie so oft beim Langstreckenflug überpünktlich gelandet ist, und so mache ich mich schnellstens auf den Weg. Zum ersten Mal in meiner Zeit in Singapur mache ich dabei Bekanntschaft mit dem Berufsverkehr.

Aber dank meines beherzten Fahrers sind wir trotzdem pünktlichst am richtigen Terminal, und ich nehme kurz darauf Mark und Bianca in Empfang. MIt dem Taxi geht es zurück nach Hause, und dort können die Gäste ankommen, auspacken, sich ein wenig akklimatisieren und bekommen eine Hausführung.

Den Rest des Mittags verbringen wir gemütlich auf dem Balkon, während es draußen immer heißer wird. Mir macht die Hitze merklich weniger aus als den frisch aus Deutschland angereisten, offenbar scheint da doch so langsam eine Gewöhnung einzusetzen!

Titus juchzt vor Freude, als wir ihn am Nachmittag gemeinsam vom Kindergarten abholen, pfeffert zuhause seine Schuhe in den Flur und will sofort seine neuen „Spielgefährten“ zum Dauerspielen verpflichten.

Ich kann ihn überreden, doch zuerst einmal eine gemütliche Kaffeerunde abzuhalten, schließlich haben wir dafür extra einen leckeren Willkommens-Apfelkuchen fabriziert.

Da es immer noch affig heiß und wir alle schwitzen, schlage ich vor, den Rest des Nachmittags am Pool zu verbringen. Freudige Zustimmung von allen Seiten, und das Kind hat selbst nach fast zwei Stunden im Wasser immer noch nicht genug. Es ist aber auch wirklich schon, im 5. Stock am Pool weht immer ein laues Lüftchen und es lässt sich dort ganz vorzüglich baden und auf den Liegestühlen sitzen.

Nach einer kurzen Spielrunde zuhause rufe ich zum Aufbruch, Mark darf unter Titus‘ Anweisung den schicken Elektro-Tretroller ausprobieren – gar nicht so leicht, damit umzugehen, wenn gleichzeitig ein 3jähriger harsche Kommandos gibt: „Schneller!“

Um einen guten ersten Eindruck von Singapur zu vermitteln, führen wir die Besucher zum Abendessen auf unseren Nachbarschafts-Hawker aus. Dort sind alle erst einmal erschlagen von der Auswahl der Essensstände, also übernehme ich das Kommando, ordere Bier, Lime Juice, Fried Rice, Satay Spieße, indisches Palak Paneer und Hühnchen süß-sauer. Damit treffe ich den Geschmack aller Beteiligten!

Während Bianca und Mark Titus nach Hause und ins Bett bringen, fahre ich mit der U-Bahn nach dem Essen direkt weiter, denn heute ist nach vierwöchiger Pause wieder einmal Kammerchor-Probe für mich.

Wir arbeiten mehr als zwei Stunden lang an Leonard Bernsteins höchst vertrackter „Mass“, und meine asiatisch-stämmigen Mitsänger hadern zunehmend mit den jazzigen Rhythmen und Akkorden. Ich vertreibe mir die Zeit, mit meiner Nebensitzerin Sindy Eselsbrücken für Intervalle zu erfinden, dabei stellen wir fest, dass singapurisches und deutsches Liedrepertoire doch ziemlich auseinander gehen.

Zuhause ist noch Zeit für einen Absacker auf dem Balkon, und dann geht die ganze Bande ins Bett, denn Jetlag und eine volle (Arbeits-)Woche stecken allen in den Gliedern. Gute Nacht!

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