Servus and good-bye, München!

Servus and good-bye, München!

Die Winterkälte nimmt kein Ende, jeden Morgen blicken wir auf frisch verschneite Hausdächer – und unsere München-Woche ist schon fast vorbei. Die Tage waren angefüllt mit vielen Unternehmungen. Wir statteten unseren lieben Nachbarn einen Besuch zum Kaffeeklatsch ab, und für mich war der Moment, als ich an „unserer“ Tramstation ausstieg und den altbekannten Weg zu „unserem“ Haus ging, doch ziemlich emotional. Wie immer begegnete ich auf der Straße zig Bekannten, die alle ein Schwätzchen halten wollten; der Ackermannbogen ist halt doch ein Dorf innerhalb der Stadt. Ein schönes Gefühl! Titus dagegen erinnerte sich zwar an die Pizzeria ums Eck, der wir am Abend im großen Kreis mit Nachbarinnen, Nachbarn und Freunden einen Besuch abstatteten, doch so aus der Erinnerung heraus fand er den richtigen Weg erst einmal nicht. Je länger wir aber im Viertel unterwegs waren an diesem Nachmittag, umso selbstverständlicher bewegte er sich dort.

Leider erwischte uns doch die Erkältungswelle, so dass wir die Vormittage in Ruhe zuhause verbrachten, Titus mit Schnupfennase und schlapp ich mit Halsweh, und uns dann immerhin nachmittags zu diversen Besuchen aufmachten. Wir fuhren zu Norman ins Büro nach Neuperlach, reisten nach Allach, um dort noch einmal Verena, Luise und Leander zu treffen, aßen abends Sushi, und Titus ließ sich mit vielen Küssen und Geschichten von Regina ins Bett bringen.

Titus fühlt sich hier sichtlich wohl, auch wenn es für ihn eher wie ein Urlaubsziel ist, an dem er ständig Neues entdecken kann. Wir verbringen die Tage ja komplett zusammen, wie immer genießt er die Mama-Zeit sehr, und am tollsten ist natürlich das voll ausgestattete Kinderzimmer inklusive Spielzeug in unserer „Gast-Wohnung“. Alle Ausflüge sind stets ein mittleres Abenteuer, Titus kommentiert alles und jeden. Er begüßt sämtliche Tram- und Busfahrer auf Englisch, was stets zu Irritationen und Belustigung führt. Die Münchner sind so kinderlieb und freundlich wie gewohnt, immerzu blicke ich in schmunzelnde Gesichter, während das Kind ganze S-Bahn-Fahrten lang über die richtige Fangtechnik von Heffalumps schwadroniert.

Allerdings ist es deutlich entspannter in Singapur, weil dort ja nie jemand versteht, worüber wir sprechen, und selbst peinlich anmutende Ausrufe keine Konsequenzen haben. Dagegen geht in München ein Ruck durch die S-Bahn-Passagiere, als die Lautsprecheransage die Anfahrt auf die „Hackerbrücke“ ankündigt und Titus ruft: „Kacka-Brücke? Was soll das denn sein?“

Nun sind die Koffer gepackt, heute nachmittag fahren wir zum Bahnhof und dann weiter zu unseren Familien nach Senden. Getroffen habe ich (fast) alle, die ich sehen wollte, nur bei ein paar Freundinnen hat uns die Grippe- und sonstige Krankheitswelle einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber der nächste Ausflug nach München kommt bestimmt!

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