Besucherprogramm

Besucherprogramm

Das Unterhaltungsprogramm ist je nach Gast ganz unterschiedlich. Diesmal stehen kindertaugliche Aktivitäten auf der Agenda, und davon gibt es in der Stadt ja zum Glück auch mehr als genug:

Den Samstag verbringen wir mit ausgiebigem Spielen (Autorennbahn aufbauen, Bilderbücher vorlesen), einem Bummel durch die nachbarschaftliche Mall und Verkostung der dortigen Köstlichkeiten in der Fressmeile.

Am späten Nachmittag brechen wir auf und fahren per Taxi in den Botanischen Garten, wo die Buben ausgiebig die Sandkiste umgraben. Beim Gratiskonzert am Abend auf der großen Open-Air-Bühne genießen wir inmitten von hunderten Familien auf der Picknickdecke sitzend ein „Best of“ sämtlicher Disney-Hits. Titus und Moritz tanzen dazu und sind abends ziemlich erledigt.

Sonntag fahren wir, wie es sich für die Expat-Familie gehört, nach Sentosa und beziehen dort eine Liege im schicken Tanjong Beach Club. Bei eiskalten Cocktails und Elektrobeats verbringen wir einen sehr lässigen Tag am Strand bzw. Pool, Titus und Moritz sind ein Herz und eine Seele und teilen sich brüderlich sogar Pommes und Pancakes.

Am Palawan Beach wird dann auf der großen Wasserrutsche und im Schaumbad getobt, und nach der abendlichen Pizza, die wir im PS Café in Tiong Bahru essen, schläft Titus schon im Taxi auf dem Heimweg ein und ist nicht mehr wachzukriegen.

Um uns für das großzügige Geschenk zu revanchieren, nehmen wir unsere Besucher am Dienstag mit in den Singapore Zoo; Titus darf ausnahmsweise den Kindergarten schwänzen und so fangen wir schon um kurz vor 11 Uhr mit der Rundtour an. Wie immer fesselt der Zoo groß und klein, wir verbringen eine halbe Ewigkeit im Reptilienhaus und meiner Lieblingsvolière. Bei der letzteren präsentiert ein Mitarbeiter die „ungeliebten“ Tiere und lässt Kinder und Erwachsene Raupen, Schaben und sonstiges Getier anfassen, um die Faszination und das Interesse an diesen Kreaturen zu wecken. Titus nimmt todesmutig eine haarige Raupe auf die Hand, Marcus wagt sich an eine Stabheuschrecke, ich streichle die Viecher nur kurz, das reicht mir schon.

Nach mehr als vier Stunden haben wir genug, es ist heiß und alle sind müde, also fahren wir per Taxi nach Hause. Dort ziehe ich mich um und eile los zum Chijmes, einem ehemaligen Konvent, welches 1983 säkularisiert wurde. Seitdem beherbergt es in der ehemaligen Kapelle eine Konzerthalle, in die restlichen Räume sind unzählige Restaurants eingezogen, die den wunderschönen Innenhof mit tollen Terrassen bevölkern. Ein toller Ort! Hier findet alle zwei Jahre das „Voices of Singapore“-Festival statt, bei dem sämtliche Chöre und Gesangsgruppen der Stadt auftreten können. So eine Gelegenheit lässt sich mein IFC natürlich nicht entgehen, und so stehen wir gegen 20:30 Uhr auf der Bühne und eben dort das chinesische Volkslied „Molihua“ sowie das spanische Schlaflied „Duerme negrito“ zum Besten.


Den Abend lassen wir bei einem Getränk auf dem Balko ausklingen, unser Hängesessel erfreut sich wieder einmal großer Beliebtheit!

Während unsere Gäste ihren letzten Tag in Singapur nutzen, um sich Gardens by the Bay und das Marina Bay Sands Hotel anzuschauen, sitze ich am PC und schreibe ein paar längst fällige Texte. Norman liegt im Bett, ihn hat eine böse Erkältung erwischt, das macht bei 30 Grad draußen auch nicht so richtig Spaß. Doch für den „letzten“ Abend rafft er sich auf, schließlich führen wir den Besuch ins legendäre Chinarestaurant „Hai Di Lao HotPot“ aus. Inzwischen sind wir bestens vorbereitet, nach unserem Wartemarathon beim allerersten Besuch in dieser chinesischen Restaurantkette kommen wir nur noch mit Reservierung und dürfen auch sogleich Platz nehmen. Wie immer umschwirren uns sofort zig Kellner, reichen Schürzen, Haargummis, Tütchen für’s Handy, Tee und Kindergeschirr an, während Norman geübt durch Menü auf dem Tablet scrollt und lustige Dinge bestellt. Von Schweinehirn, Aorta und anderen seltsamen Speisen sehen wir ab, trotzdem türmen sich kurz darauf die Zutaten für das Fondue.

Es schmeckt wie erwartet fantastisch, die Kinder mampfen sich durch das komplette Sortiment, und dass der legendäre Nudelzauberer seinen großen Auftritt an unserem Tisch hat, sorgt erst recht für Begeisterung. Die Warteschlange am Maniküre-Salon ist leider zu lang für uns, gegen halb neun verabschieden wir uns und die großen und kleinen Männer machen sich auf den Heimweg, während Sandra und ich noch in der tollen Rooftop Bar „Mr. Stork“ einkehren und mit Blick über das nächtlich erleuchtete Singapur zwei Cocktails schlürfen.

Heute morgen um 6 Uhr ist dann die Nacht schon wieder vorbei, zumindest für Moritz, Sandra und Marcus, die sich zu dieser frühen Stunde bereits auf den Weg zum Flughafen machen müssen, um nach Thailand weiterzureisen. Ich stehe auf, um mich zu verabschieden und vergessene Sachen hinterherzutragen und nutze den Morgen, um noch ein wenig den Sonnenaufgang zu genießen und den ersten Kaffee zu schlürfen, bevor Titus schon nach mir ruft. Er ist natürlich schwer beleidigt, dass er sich nicht von unseren Gästen verabschieden durfte, aber ich vertröste ihn auf ein baldiges Wiedersehen in München – Ihr Lieben, es war schön mit Euch!!!

4 Replies to “Besucherprogramm”

  1. Die Tage vergingen wie im Flug. Tausend Dank für die tolle Zeit. Singapur hat uns nach 6 Jahren wieder Einmal sehr beeindruckt. Dieses Mal getreu dem Motto “Kinderfreizeitspaß“ und “Essen in Malls“. Kommt gut nach München, erfriert dort nicht…und denkt dran: Dicke Strümpfe in FlipFlops machen noch lange keinen Winterstiefel.

    1. Du meinst also, wir sollten die Flipflops wieder auspacken?! Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, welches Schuhwerk bei unter Null Grad angebracht ist… 🙂 Passt auf, dass Euch keine Kokosnuss auf den Kopf fällt und singt mit Moritz ganz oft „Die ganze Affenbande brüllt!“

  2. ja, die flip flops kannst du beruhigt auspacken, es sei denn ihr geht ins Hallenbad, am Samstag könnte es in München schneien ! Mit Kleidung und Schuhwerk könnten wir ggf. aushelfen, allerdings erst in Wullenstetten – guten Flug. hG Peter

    1. Lieber Peter, ich fürchte, wir werden frieren… Aber dann machen wir es uns einfach drinnen gemütlich, Käsefondue wärmt ja!
      Bis nächste Woche!

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