12 von 12 im Januar

12 von 12 im Januar

Ein wenig verspätet aufgrund eines sehr vollen Programms heute gibt es meinen Beitrag zur „12 von 12-Aktion“: in zwölf Bildern erzähle ich Euch von meinem Tag!

Als ich heute morgen gegen halb acht aufwache, regnet es schon wieder (oder immer noch?) und meine Yogalehrerin sagt die heutige Stunde im Botanischen Garten natürlich ab. Im ersten Moment denke ich noch: „Oh schön, dann bin ich heute faul.“, doch ich besiege aufgrund meiner angeborenen morgendlichen Schlaflosigkeit den inneren Schweinehund und marschiere noch vor dem Frühstück ins Gym.
Bei nicht nennenswertem Ausblick renne ich ein bisschen und mache anschließend eine Yogaeinheit in der „Yoga Corner“, sehr zur Irritation des indischen Putzmannes, der während meines Kopfstandes tatsächlich versucht, um mich herum den Boden zu reinigen.

Als ich unsere Wohnung nach knapp einer Stunde wieder betrete, sitzt der Rest der Familie bereits am Frühstückstisch – heute gibt es zur Feier des Tages sogar seltsam gefärbtes Toastbrot, das ziemlich künstlich schmeckt und dringend mit Nutella gegessen werden muss.

Widerstrebend raffe ich mich nach der zweiten Tasse Kaffee auf und packe mit tatkräftiger Unterstützung von Titus die Koffer: morgen geht es zusammen mit Oma & Opa für sechs Tage nach Thailand an den Strand! So gerne ich auf verreise, aber Kofferpacken nervt mich, obwohl ich darin eigentlich geübt sein sollte.

Nach einer guten halben Stunde ist alles verräumt und es bleibt sogar noch Zeit für eine Runde „Hausmusik“. Seit unserer Bali-Reise verkündet Titus stets, dass er nun „Gamelan“-Musik spielen wolle, und seine Glockenspiel-Versuche haben tatsächlich Ähnlichkeit mit dem leicht schrägen indonesischen Vorbild.


Was sich wohl der Handwerker denkt, der sich derweil unseres immer noch kaputten Boilers annimmt? Er ist nun schon der fünfte seines Fachs, denn seit nun Wochen haben wir in Küche und Gästebad kein warmes Wasser. Da wir gegenüber des Vermieters nicht locker gelassen haben, scheint nun diesmal der richtige Fachmann am Werke zu sein, denn nach mehrstündiger Arbeit, verbunden mit einigen Flüchen und einem Kurzschluss, funktioniert die Warmwasserzufuhr tatsächlich wieder. Vorerst.

Mit der MRT fahren wir in den Botanischen Garten, denn ich will mir trotz Dauerregen das Besichtigungsprogramm nicht vermiesen lassen. Im nagelneuen Kindercafe dort gibt es eine Runde Cappucchino und Cookies für alle, und anschließend marschieren wir durch den ebenso neuen Kinderbereich.

Dort gibt es neben Nutz- und Zierpflanzen ganz schön viel zu entdecken: Trommeln, Seilrutschen, Balancier-Pfade und sogar Trampoline!


Der Kinderbereich ist allein schon so groß wie ein „normaler“ Park, und so sind meine Eltern leicht irritiert, als ich ihnen die Karte des gesamten Botanischen Gartens zeige und sie frage, wo sie denn noch hinmöchten. Sie dachten bis zu diesem Moment, dass das schon der gesamte Garten gewesen sei – doch der Kinderbereich umfasst vielleicht 1/10 der gesamten Parkanlage! Wir spazieren also weiter, bestaunen Papayabäume und Bananenpalmen, entdecken schwarze Schwäne und einen schlafenden Waran und die gigantischen Bambuspflanzen. Obwohl wir mit Regenschirmen ausgerüstet sind, werden wir ganz schön nass, denn der Regen hört einfach nicht auf. Deshalb haben wir am frühen Nachmittag genug vom Ausflug und fahren zurück nach Hause.

In der U-Bahn freuen wir uns über die Verbotsschilder, die das Mitführen der unerträglich stinkenden Durians verbieten. Titus besteht wie immer darauf, ganz vorne in den Zug einzusteigen – auch nach einem halben Jahr hat er noch nicht genug davon, bei der fahrerlosen Bahn durch die Frontscheibe in den dunklen Tunnel zu gucken.

Daheim angekommen, legen wir sofort mit den Vorbereitungen für unsere abendliche Grillparty los, zu der wir unsere „neuen“ Bekannten in Singapur eingeladen haben – eine Art Wohnungseinweihung. Mit tatkräftiger Unterstützung meiner Mama bereite ich Salate und Grillgemüse vor, die Zutaten dafür wurden morgens vom Supermarkt-Lieferservice gebracht.

Es kann losgehen mit der Party, die wir aus Platzgründen in den großen Outdoor-Essbereich im 5. Stock verlegt haben! Leider ist es so kalt, regnerisch und windig, dass alle Gäste in langen Hosen kommen und ich Unmengen Schals zum Umlegen bereitlege. Der Pool wird nicht genutzt, trotzdem haben alle viel Spaß. Ein bisschen stolz bin ich, dass wir ganz „Singapur-like“ ein halbwegs internationale Gästeschar versammeln konnten: vertreten waren Dänemark, Frankreich, China, Österreich, Singapur und natürlich Deutschland als Herkunfsland. Das Essen ist lecker, es ergeben sich nette Gespräche, die Kinder spielen herzallerliebst zusammen und Titus darf ausgiebigst mit den Teenager-Kids toben. Als wir um 22 Uhr vom Security gebeten werden, das Fest zu beenden, sind wir erstaunt, wie schnell die Zeit vorbeiging.

Was bleibt, ist das Aufräumen, doch da wir am gemieteten Partybereich kaum putzen müssen und meine Eltern tatkräftig mit Anpacken, ist alles schnell erledigt und es bleibt Zeit für einen Absacker.
Gute Nacht!

4 Replies to “12 von 12 im Januar”

  1. Hallo Nadine, seit Monaten lese ich Deinen Singapur-blog und bin begeistert – auch von Deinem Sohn, der so toll alles mitmacht. Deine Mama habe ich ewig nicht gesehen und hätte sie mit der neuen schicken Frisur fast nicht erkannt. Viele Grüße an sie. Und genießt die Zeit zusammen.
    Und ich fahre in 10 Tagen wieder mal nach Indien – diesmal durch die Mitte, das hat mir noch gefehlt – wir sind 6 Freunde und haben das privat organisiert. Viele Grüße von Anne Schumann aus Aufheim

    1. Liebe Frau Schumann, vielen Dank für den netten Kommentar! Welche Überraschung, dass Sie meinen Blog kennen und lesen – darüber freue ich mich sehr. Die Grüße an meine Mama habe ich ausgerichtet, sie lässt natürlich auch herzlich grüßen!
      Alles Gute für Ihre Indien-Reise, wo soll es denn genau hingehen? Bevor Titus in die Schule kommt, möchte ich gerne auch mit ihm noch einmal ausgiebig reisen, Indien steht da ganz oben auf meiner Wunschliste. Aber bis dahin haben wir noch einige andere Ziele vor uns, ich genieße es sehr, soviel „freie“ Zeit zu haben – welch ein Geschenk!
      Herzliche Grüße und bis hoffentlich bald wieder, Nadine

      1. Hallo Nadine, bevor ich am dienstag abreise, noch schnell eine Antwort.
        2016 habe ich mit Freunden auch 3 Tage KhaoLak an eine Tahilandreise angehängt – es ist schön, jetzt wieder darüber zu lesen, was uns auch so gut gefallen hat – allerdings taucht man in meinem Alter nicht mehr. Aber mit Boot durch die Natur und Elefanten waren auch dabei.
        Du wolltest die Indien-Route wissen: Am Anfang und Ende Besuch in Bombay, von dort nach Ellora, Maheshwar, Bhopal, Orccha, Agra – dann rüber nach Udaipur, Dungarpur, Patan und natürlich Rajkot ins Heim und die Freunde alle besuchen – ganz am Ende nochmals 3 Tage Bombay, das ich liebe. Insgesamt sind es 24 Tage. Ich freue mich auch sehr auf die 30° C im Winter!
        Genießt die Auslandszeit – das kann Euch keiner mehr nehmen!
        Liebe Grüße, auch nochmals an Deine Eltern, Anne Schumann

        1. Liebe Frau Schumann, das klingt nach einer tollen Reiseroute! In Orchha, Agra und Udaipur war ich natürlich schon, inzwischen habe ich ja nun auch schon einige Indien-Reisen hinter mir.
          Ich bin sehr gespannt, wie es Ihnen gefällt, vielleicht schicken Sie mir ja mal einen kleinen Reisebericht?
          Herzliche Grüße, auch an den Rest der Familie, Nadine

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