Wanderung am Mount Faber und im HortPark

Wanderung am Mount Faber und im HortPark

Während Putzfee Biu neben mir steht und bügelt (inzwischen konnten wir das Missverständnis mit den Verbrauch von Putzlappen klären), komme ich dazu, ein bisschen von unserem Wochenende zu erzählen:

Den Samstag Vormittag verbrachten meine Männer erst beim Rollerhändler, da Normans Roller-Rücklicht kaputt war, und besuchten dann noch den nahe gelegenen Spielplatz. Titus bestand anschließend darauf, den kompletten Heimweg auf Papas Elektroroller zurückzulegen (gut 4 km). Kurz darauf standen zwei indische Handwerker in unserem Wohnzimmer, die mit riesigen Geräten anrückten, um die Klimaanlagen zu warten. Dies muss per Wartungsvertrag alle drei Monate gemacht werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Gut eine Stunde lang putzten und schrubbten die beiden, immer genauestens von Titus beobachtet, während wir auf dem Balkon saßen.

Am Nachmittag folgte ein ausgiebiger Schwimmausflug zum Pool, und abends machten wir uns auf zum quirligen Clarke Quay. Hier reihen sich am Fluss entlang ein Restaurant neben das andere, Unmengen Touristen und Einheimische sind unterwegs und jedes Lokal wirbt mit einer Getränke-Happy Hour. Wir waren mangels Mittagessen (außer Titus, der besteht auf seine samstägliche „Nudelsuppe mit Anneliese-Brühe“) sehr ausgehungert und kehrten recht schnell zum Mexikaner ein.
Dort verspeiste das Kind Nachos, Pommes und dazu noch meine Tortillafladen und fiel dann bei der Heimfahrt im Taxi in eine Art Kohlehydratkoma…

Leuchtdrachen-Show direkt am Quay gegenüber

Am Sonntag schliefen wir dann dementsprechend lange und nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir den Wanderrucksack und fuhren mit dem Uber zum Mount Faber. Rund um diesen Berg und dem dazugehörigen Park führen viele verschiedene Wanderwege, es gibt „treetop walks“ hoch oben zwischen den Baumwipfeln und riesige hölzerne „board walks“ mit Spielmöglichkeiten (die sog. „Henderson waves“), dazu hat man eine wundervolle Aussicht über den Hafen und die Stadt.

 Natürlich hatten sich gerade heute mal wieder die sonst allgegenwärtigen Regenwolken verzogen und die Sonne knallte vom strahlend blauen Himmel, so dass wir nur von den kleinen Anstiegen und vom Herumstehen nass geschwitzt waren. Titus war völlig in seinem Element, er rannte und tobte und hüpfte und kletterte zwei Stunden lang herum, nur unterbrochen von kleineren Picknickpausen. Eifrig suchten wir nach den Affen, vor denen auf Schildern gewarnt wurde, doch außer diversen Käfern, Raupen und Hörnchen konnten wir keine Tiere finden.

Die Gondel ließen wir links liegen und marschierten stattdessen den gesamten Weg hinunter und direkt in den angrenzenden HortPark weiter.

Dort fand gestern ein kleines Festival der Nachbarschaftsgruppe statt, Thema waren essbare Pflanzen, Gemüse- und Obstanbau. Es gab viele Verkaufsstände von Gärtnereien, aber auch viele Leckereien wie z.B. Eis oder Coconut Shakes, das wir natürlich beides probieren mussten – denn wir waren ganz schön erhitzt von unserer kleinen Wanderung.

Da Titus weiterhin sehr lauf-motiviert war, marschierten wir weiter durch den Park. Dort reihen sich wunderschön bepflanzte Gärtchen aneinander, alle nach einem bestimmten Thema angelegt. Immer wieder gibt es herrlich schattige Bänke, Spielmöglichkeiten und Trinkwasserspender, Kunstinstallationen und herrliche Blumen und sonstige Gewächse. Eine echte Oase!

Gegen 15 Uhr forderte die Dauerhitze aber ihren Tribut, wir waren allesamt völlig erledigt und ließen uns im klimatisierten und herrlich kühlen Taxi erst einmal erleichtert in die Sitze sinken und nach Hause kutschieren.

 Mit Eiskaffee und Bäckertüten ging es dort direkt an den Pool, und wir verbrachten einen sehr entspannten Nachmittag mit Schwimmen im Wasser, während wir sehr angeregt mit den französischen Nachbarn aus dem 20. Stock plauderten und dabei Bälle hin- und her warfen, sehr zur Freude des dauerquietschenden und -juchzenden Titus‘. Der traute sich zwar erst nach etwa einer Stunde in den etwas kühlen Pool, schwamm dann dafür aber in der folgenden Stunde ununterbrochen hin und her, bis er zu zittern anfing.

Zum „Aufwärmen“ gab es zum Abendessen Kürbissuppe, gepaart mit der Erkenntnis, dass heiße Suppe auf dem Balkon bei 28 Grad leider keine so gute Kombination ist.
Jedenfalls schlief das Kind ab 21 Uhr seligst im Bett und Norman und ich konnten endlich die Reiseroute für Bali in Angriff nehmen und gleich die ersten Unterkünfte buchen. Dabei vergeht die Zeit ja immer dermaßen schnell, während man sich durch hunderte Hotelbewertungen klickt, bis einem der Kopf schwirrt…

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