Kinderbesuch und Bastelarbeiten

Kinderbesuch und Bastelarbeiten

Zum Glück ist mein Sohnemann ein begeisterter Bäcker. So können wir den Sonntag Vormittag in der Küche zubringen und wie so oft am Wochenende läuft der Backofen auf Hochtouren, während Norman ausschlafen darf. Titus packt die Himbeeren so akribisch präzise auf den Kuchen, dass uns fast der Pudding davonläuft bei fast 30 Grad Raumtemperatur.

Am Nachmittag ist das Kind dann selig: Kumpel Arthur kommt mit Papa Jörg zum Spielen vorbei, und die beiden verschwinden in Titus‘ Zimmer auf Nimmerwiedersehen.

Wir lassen uns auf dem Balkon den Kuchen schmecken und trinken Kaffee dazu, auch wenn es dafür eigentlich viel zu warm ist.
Zur Abkühlung scheuchen wir die Buben in den Pool, Titus besteht darauf, ohne Schwimmflügel ins Wasser zu gehen, und übt fleißig Schwimmen. Gemeinsam mit Arthur tobt er durchs Becken, und wir können gar nicht so schnell gucken, wie die beiden herumflitzen.

Beim Abschied ist natürlich große Diskussion angesagt, „Arthur soll noch bleiben!“, aber mit dem Versprechen auf baldiges Wiedersehen und einen gemeinsamen Ausflug in den Weihnachtsferien eisen wir die zwei erfolgreich voneinander los.
Titus ist abends so müde, dass er kaum einen Bissen vom Abendessen hinunterkriegt, und verschwindet schleunigst im Bett.

Am Montag geht der Alltag wieder los, im Kindergarten ist nun offiziell „Ferienprogramm“, d.h. es gibt keinen geregelten Tagesablauf mit festem „Stundenplan“, sondern es darf einfach den ganzen Tag lang gespielt werden.
Ich bastle daheim weiter am Zubehör für den Kaufladen, das ja alles im Adventskalender zum Vorschein kommen soll.

Auf den Seiten der Deutschen Bundesbank entdecke ich „Euro-Spielgeld“ zum Ausdrucken. Außerdem knete ich Salzteig zusammen und forme daraus Brezn, Brote, Semmel und Croissants, die ich zum Backen in den Ofen schiebe und danach mit Acrylfarbe bemale. Hoffentlich halten die fertigen Backwaren die hohe Luftfeuchtigkeit hier auch aus.

Aus leeren Joghurt-Trinkbechern bastle ich dank toller Vorlagen im Internet hübsche Milchflaschen, Filz schneide ich zu Käsescheiben, und zu guter Letzt schneide ich Schwammtücher in Form und fabriziere mit der Heißklebepistole „Eis am Stiel“ daraus.
Das geht alles erstaunlich schnell, kostet wenig bis nichts und sieht nett aus.

Als ich zur Entspannung ins Gym gehe, damit ich Putzfee Biu nicht im Weg stehe, entdecke ich dort ein Schild, dass davor warnt, die Geräte bei heftigem Regen zu benutzen. Offenbar gibt es auch hier ein „Leck“ und Wasser dringt ein, ebenso wie in unserem Bad. Ist halt alles nicht ganz fehlerfrei gebaut hier, und die Luftfeuchtigkeit bzw. das Klima führen zusätzlich dazu, dass sämtliche Bausubstanz viel schneller zermürbt als wir es gewohnt sind.

Am Nachmittag brauen sich schwarze Wolken zusammen, und so spielen Titus und ich in der Wohnung und bauen einen Zug aus den Esszimmerstühlen. Seit wir das Buch „A Day with the Animal Railway“ (Sharon Rentta) ausgeliehen habe, ist wieder einmal Zugfahren ein großes Thema. Zusammen blättern wir durch unser Fotobuch von unserer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn, und ich zeige dem staunenden Titus, wie ein Schlafwagenabteil aussieht.

Schade, dass er sich daran nicht erinnern kann – ebenso wenig, wie an die anderen Reisen bisher. Und auch die Erinnerung an München wird wohl verblassen und später dann die an Singapur. Auch deshalb schreibe ich oft so ausführlich in diesem Blog, so kann Titus irgendwann später einmal von seinen Auslandsabenteuern lesen.

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