Unter dem Meer – (Tauch-)Urlaub auf Tioman

Unter dem Meer – (Tauch-)Urlaub auf Tioman

Es ist Freitag Abend gegen halb elf. Ich sitze bei angenehmen 28 Grad auf dem Balkon, die Grillen zirpen, direkt unter mir rauschen die Wellen gegen das Ufer, während draußen ein paar Fischerboote zu erkennen sind. Ein echter Inseltraum, so haben wir Tioman in der vergangenen Woche erlebt. Zeit, ein paar Eindrücke aufzuschreiben!
Samstag
Als unser Fahrer pünktlich um 6:30 Uhr auf dem Hof vorfährt, nieselt es und es ist noch stockdunkel. Titus ist ein wenig verschlafen und kuschelt sich im Auto auf meinen Schoß, während wir nordwärts fahren. Es ist kaum Verkehr, und so erreichen nach gut 20 Minuten bereits die Grenze – oder besser gesagt: den Stau davor. Die folgende Stunde bewegen wir uns im Schneckentempo vorwärts, gemeinsam mit Reisebussen, Privatautos, Taxis, Rollern und Fußgängern.

Endlich erreichen wir die Grenzhäuschen, dort werden unsere Pässe und Ausweise genauestens untersucht, und endlich dürfen wir über die große Brücke, die Singapur mit Malaysia verbindet. Auf der anderen Seite das gleiche Procedere nochmals, diesmal wird sogar noch kurz das Auto inspiziert, und endlich dürfen wir weiterfahren. Aber nur eine kurze Strecke, denn bald hält unser Fahrer an einer Tankstelle an und wir steigen in einen Van mit einem anderen Fahrer um. Warum, bleibt ungeklärt.

Für die 130 km bis nach Mersing brauchen wir noch einmal knapp 2 Stunden, die Straße ist gut, es sind kaum andere Fahrzeuge unterwegs. Hin und wieder läuft eine Affenfamilie über die Straße, während wir an unendlich vielen Palmöl-Plantagen vorbeifahren.
Gegen halb zehn kommen wir am Hafen von Mersing an, und wir haben noch massig Zeit, bis unsere Fähre abfährt. Also frühstücken wir an der bereits geöffneten Imbissbude pappsüßen Kaffee und Titus quatscht uns tatsächlich schon ein Eis ab.
Die Fähre legt pünktlich ab, vorher gilt es noch diverse Tickets, Nationalparkeintritte und anderen Papierkram zu erledigen, es ist viel los, viele Backpacker, Einheimische und sonstige Urlauber sind utnerwegs. Auf unseren Plätzen im Schiff angekommen, dösen wir bereits nach kurzer Zeit völlig ermattet ein, eingeschläfert durch den Lärm des Dieselmotors und dem Schaukeln der Fähre.

Als wir gegen 13 Uhr in Genting anlegen, ist Titus von einer Sekunde auf die andere hellwach und redet genau dort weiter, wo er aufgehört hat. Am Schiffsanleger winkt uns bereits die Besatzung eines kleinen Bötchens mit Außenbordmotor zu, das zu unserem Hotel gehört und uns in rasanter, 15minütiger Fahrt an die Südseite der Insel zum Minang Cove Resort bringt.

Der erste Eindruck ist überwältigend: eine kleine Bucht mit bilderbuchreifem Sandstrand, türkisfarbenes Wasser, so klar, dass wir bereits vom Boot aus die Korallenriffe und Fische erkennen können, ein paar hübsche „Hütten“, dahinter Dschungel und riesige Felsen und Berge – und sonst: nichts. Keine Straße (das Resort ist nur per Boot oder zu Fuß erreichbar), kein Lärm, kaum andere Urlauber, und tatsächlich keine Internetverbindung.

Sofort sind wir im Wasser – und nochmal begeistert, denn das Meer hat hier um die 29 Grad und liegt völlig ruhig da. Die Anschaffung von Masken und Schnorcheln hat sich gelohnt, bereits im Hausriff entdecken wir Clownfische, Papageienfische, Rochen, Korallen aller Arten, Seegurken und anderes lustiges Getier.

Sonntag
Am Morgen reisen ein paar Gäste ab und plötzlich sind wir alleine mit den Angestellten. Nach einem faulen Vormittag am Strand, an dem Titus eine Murmelbahn nach der anderen buddelt, das Meer aber noch etwas mißtrauisch beäugt und sich höchstens nasse Füße holt, wollen wir nach dem Mittagessen zu einer Wanderung Richtung Fischerdorf aufbrechen. Die Hotelcrew pfeift uns aber zurück und schlägt vor, dass wir sie stattdessen zu einem nahe gelegenen Wasserfall begleiten können, denn da heute keine Gäste da seien außer uns, würden alle zusammen einen Ausflug machen und den „freien“ Nachmittag genießen. Gerne schließen wir uns an, und düsen mit dem Boot zuerst zum Mukuk Village. Dieses völlig abgelegene Fischerdörfchen besteht aus ein paar wenigen Holzhütten, in einer davon ist ein winziger „Supermarkt“ untergebracht, in dem sich alle erst einmal mit Snacks eindecken. Natürlich müssen draußen die Schuhe ausgezogen werden, innen ist der Laden eng und vollgestopft und dunkel. Ich erstehe Kekse, Eiskaffee, Chips und Limo und bezahle dafür einen Spottpreis von insgesamt 15 Ringgit (etwa 5 S$).

Weiter geht die Bootsfahrt zum südöstlichen Inselzipfel, von dort aus wandern wir zu zehnt einen steilen Waldweg hinauf, der zum Glück schattig ist, denn in der Sonne ist es bei 35 Grad kaum auszuhalten und Titus ist mal wieder völlig verschwitzt und hat knallrote Bäckchen. Er findet aber schnell einen Träger und lässt sich vergnügt auf den Schulter des Bootsjungen hinauftragen.

Oben am besagten Wasserfall angekommen, zeigen uns die Ortskundigen die großen Gumpen, und bald springen alle ins ziemlich kalte Wasser. Titus lässt Blätter und Stöcke schwimmen, Norman und ich hüpfen von großen Felsen und genießen die Erfrischung. Am späten Nachmittag brechen wir wieder auf und erreichen bald unser Hotel – im Nachhinein sehr dankbar, dass wir bei der Hitze nicht den fast 2stündigen Fußmarsch zum Wasserfall unternehmen mussten!

Montag
Die Vormittage am Strand vergehen wie im Flug, Norman und ich lesen tatsächlich viel, da Titus so selbstvergessen im Sand spielt und völlig begeistert von der geschützten kleinen Bucht ist. Immer wieder gehen wir abwechselnd eine Runde schnorcheln, von Abkühlung im Meer kann aber keine Rede sein, denn das Wasser ist nach wie vor mehr als badewannenwarm.
Norman baut am kleinen Bach mit größter Akribie Staudämme, während ich Einsiedlerkrebse fange und wir für diese kleine „Rennstrecken“ bauen. Immer wieder klettern Affen in den Bäumen über uns herum, ebenso wie asiatische Eichhörnchen, die mindestens so groß wie Hauskatzen sind und in Seelenruhe die Früchte vom Baum knabbern und die Reste davon auf uns herabfallen lassen. Immer wieder treffen wir auf den 1,50 m großen Waran, der auf dem Hotelgelände wohnt, außerdem kriechen natürlich unzählige Käfer, Geckos, Eidechsen und sonstiges Krabbelgetier herum.

Die Chefin warnt davor, die Zimmer- und Balkontür offen zu lassen, da die Affen immer gleich auf Erkundung gehen würden, und Titus achtet peinlich genau auf Einhaltung dieser Regel. Er spricht davon, dass neben den Affen auch Eulen ins Zimmer fliegen würden – es dauert Tage, bis ich kapiere, dass er das allgegenwärtige „Tripadvisor„-Logo für eine Eulenwarnung hält…
Am Mittag brechen wir zu einer kleinen Wanderung auf, allerdings sind wir mit Flipflops dafür denkbar schlecht ausgerüstet, denn es geht steil durch den Dschungel und über Felsen; wir klettern über riesige Wurzeln, immer darauf bedacht, die endlosen Ameisen- und Termitenstraßen zu umgehen und den Mückenschwärmen zu entfliehen.

Nach einer Viertelstunde erreichen wir das benachbarte Hotel und wandern von dort aus am Strand entlang ins übernächste Resort. Dort gibt es neben einem netten Mittagessen tatsächlich auch WLAN, das allerdings so langsam und instabil ist, dass wir die Handys schnell wieder weglegen und uns wieder in den Urlaubsmodus begeben.
Das erste Buch habe ich fertig gelesen; und bin froh über die umfangreiche Leihbücherei des Hotels, in dem es neben zig Büchern auch einige deutsche Zeitschriften gibt.
Titus wagt sich nun tatsächlich auch ins Meer und schwimmt schon bald begeistert wie ein kleiner Fisch umher, lässt sich von den kleinen Wellen am Strand hin- und herspülen, probiert Salzwasser und ist kaum noch aus dem Wasser herauszubekommen. Deshalb sieht er wohl auch ein, dass Norman und ich dringend tauchen gehen wollen und ist angetan von unserem Vorschlag, einen Vormittag lang von den Hotel-Angestellten beaufsichtigt zu werden – mit denen er bereits dicke Freundschaft geschlossen hat.

Also sagen wir dem hoteleigenen Tauchlehrer Sam zu, am kommenden Tag zwei Tauchgänge zu machen, und verbringen den Nachmittag damit, noch ein wenig Theorie zu rekapitulieren.
Wie jeden Abend ab 21 Uhr findet nach dem Abendessen am kleinen Pier das „fish feeding“ statt – die Bio-Abfälle aus der Küche werden dabei ins Meer gekippt, was sofort Schwärme an Fischen anlockt, die innerhalb kürzester Zeit alles verspeisen. Schnell schwimmen rasant kleinere und größere  Schwarzspitzen-Riffhaie herbei, die sich statt der Essensreste lieber gleich die Fischchen schnappen, und das ist natürlich ein nettes Spektakel.

Dienstag
Titus, der an den vergangenen Tagen immer bereits um kurz nach 7 Uhr wach war und bis zum Frühstück um 8 Uhr mühsam vertröstet werden musste, schläft natürlich genau heute um 8:15 Uhr immer noch. Ich wecke ihn vorsichtig, zum Glück ist die Laune mit Aussicht auf frische Pancakes bestens, und als Norman und ich um kurz nach 9 Uhr aufs Tauchboot marschieren, winkt er uns an der Hand von Anna, der Hotelleiterin, fröhlich vom Steg aus zu.

Ich bin ein bisschen nervös, wieder einmal ist über ein Jahr seit dem letzten Tauchgang vergangen und so vieles ist wieder neu und aufregend. Zum Glück haben wir Tauchlehrer Sam ganz für uns alleine, und er ist völlig entspannt und bereitet uns gut vor. Mit dem Boot fahren wir gut 15 Minuten zur kleinen, unbewohnten Insel Jahat. Am dortigen Korallenriff absolvieren wir zwei wunderbare Tauchgänge. Beim ersten bin ich noch etwas angespannt, zuviel geht in meinem Kopf vor sich und ich muss mich erst wieder an die ganze Tauchroutine gewöhnen. Immerhin muss ich tatsächlich nicht frieren (sonst immer mein größtest Problem beim Tauchen), denn das Wasser ist selbst auf 15m Tiefe immer noch höchst angenehm warm und wir brauchen keinerlei Neopren.
Beim zweiten Tauchgang kann ich mich dann deutlich mehr auf die Umgebung konzentrieren und kann hinterher gar nicht glauben, dass wir beide Male fast 50 Minuten unter Wasser waren – denn es gibt so viel zu sehen! Am beeindruckendsten sind die Heerscharen von Clownfischen, die wie immer grimmig dreinschauen und obwohl sie so klein sind mit größtmöglichem Mut ihre Anemonen verteidigen. Ganze Korallenwälder mit den seltsamsten Formen und Farben wachsen hier, und ich muss zugeben, dass wir seit den Fiji-Inseln nicht mehr so viele Fische und Korallen gesehen haben.
Als wir nach vier Stunden zum Hotel zurückkehren, erwartet uns ein sehr fröhliches Kind. Derart motiviert, schlägt uns Tauchlehrer Sam vor, doch sofort den nächsten Tauchgang anzuvisieren. Und wenn wir schon dabei sind, sollten wir dabei gleich die nächste Stufe, den „Advanced Open Water Diver„, in Angriff nehmen. Dafür müssten wir ja „nur“ drei Kapitel aus dem Theoriebuch lernen, jeweils eine kleine „Prüfung“ schreiben und mit ihm beim nächsten Mal einen sog. „deep dive“ (d.h. Tauchen bis 30 m Tiefe) absolvieren.
Noch ehe ich mich versehe, nicken wir alles ab und haben nun einen Berg „Hausaufgaben“ vor uns… Am Abend bei der täglichen Cocktail Happy Hour an der kleinen Bar lässt Titus uns „zum Glück“ inzwischen völlig links liegen und lässt sich vom Hotelteam bespaßen, so haben wir Zeit, die ersten Seiten im Theoriebuch durchzuarbeiten.
Mittwoch
Den Mittwoch über teilen wir uns abwechselnd zum „Lernen“ ein, das klappt erstaunlich gut, da Titus nach wie vor begeistert buddelt, im Sand und Wasser herummatscht und in den Wellen planscht. Die koreanisch-englische Familie, die ebenfalls im Hotel urlaubt, ist sehr begeistert von ihm und lässt uns gleich mehrfach wissen, wie toll sie es finden, dass das Kind so friedlich und selbstvergessen spielt und dabei stundenlang vor sich hin singt.

Da es auf der ganzen Insel am Mittwoch über keinen Strom gibt (offenbar müssen Teile der Leitung ausgetauscht werden), wandern wir mittags wieder ins Resort „Tunamaya“, denn dort gibt es einen großen Generator und damit auch Pommes zum Mittagessen für alle. Das WLAN funktioniert allerdings trotzdem nicht, und ehrlich gesagt finde ich es auch gar nicht schlimm, mal „digital detoxing“ zu machen. Sehr zu meinem eigenen Erstaunen übrigens.
Am Abend schreiben Norman und ich während der Bar-Runde unsere kleine „Prüfung“ Nr. 1, und gönnen uns dazu einen Cocktail. Leider bleibt es bei dem einen, denn ein bisschen habe ich Muffensausen vor dem morgigen Tiefen-Tauchgang und halte mich lieber mit literweise Wasser fit. Titus bringt derweil der Hotelcrew „Hulapalu“ bei und lernt im Gegenzug Zahlen auf Malayisch, dazu unterhält er während des Abendessens sämtliche Hotelgäste mit seinem Dauer-Geschnatter und -Gesang, was die französische Familie am Nebentisch zu Ausrufen wie „très cute!“ treibt.

Donnerstag
Wieder einmal muss ich das Kind morgens wecken. Da Sam mit uns noch die Antworten des Tests durchgehen will, bleibt nicht so recht Zeit für eine Verabschiedung, und heute braucht Titus wohl einigen Trost, nachdem wir mit dem Tauchboot abgefahren sind.
Ich bin dennoch erst einmal froh, dass ich mich aufs Tauchen konzentrieren kann, und für mein Empfinden erreichen wir viel zu schnell den Tauchspot Sawadee an der Westseite Tiomans. Hier liegen in 30m Tiefe zwei Schiffs-Wracks, die wir besichtigen wollen. Ohne langes Herumreden, nach einem schnellen und ruhigen Briefing geht es ins Wasser und schon abwärts. Bald wird es dunkler, doch zum Glück hat das Wasser selbst am Meeresboden noch 27 Grad. Wir knien unten, kontrollieren die Tiefe anhand der Messgeräte und Tauchuhren und vergleichen anhand von Farbtafeln die Farbunterschiede in der Tiefe mit denen an der Wasseroberfläche. Dann umrunden wir das erste Wrack, von dem aber nur noch ein paar Bretter zeugen. Ich bin erstaunt, wie anstrengend ich das Atmen in der Tiefe finde und wie „schwer“ ich mich fühle, und sobald ich anfange darüber nachzudenken, wie tief unten wir sind, werde ich nervös – also konzentriere ich mich lieber auf das zweite, noch fast intakte Schiffswrack, das wir inzwischen erreicht haben.
Wir umrunden es und tauchen sogar in eine der Öffnungen hinein. Die Meeresbewohner haben es sich natürlich längst zueigen gemacht, wir treffen auf Muränen, Skorpion– und Papageienfische und werden neugierig von diesen beäugt. Als der Tauchlehrer die noch völlig intakte Schiffsflagge entrollt und in den Wellen schweben lässt, wird es mir doch ein wenig unheimlich, und ich bin froh, dass wir uns bald ans Auftauchen machen. Aufgrund der Tiefe dauert dieser Tauchgang nur eine knappe halbe Stunde, und ich obwohl alles wie geplant lief, bin ich beim darauffolgenden Tauchgang in „nur“ 11 m Tiefe sehr viel relaxter.
Hier umrunden wir das Korallenriff rund um das Inselchen Renggis, und es ist wie im Film: Korallenwälder, Fischschwärme, soweit das Auge reicht, wir treffen auf einen Kalmar, mehrere Kugelfische, ein Riffhai schwimmt blitzschnell an uns vorbei,… Zu unserer großen Freude tauchen plötzlich direkt vor unserer Nase gleich zwei Meereschildkröten auf, die mit ihrem gut 1m langen Panzer ganz schön groß sind. Beide sind so beschäftigt damit, unter den Korallen irgendwelche Leckereien herauszuwühlen, dass sie sich überhaupt nicht von uns stören lassen, obwohl wir sicher mehrere Minuten nur wenige Zentimenter über ihnen schweben und sie genau beobachten können. Herrlich! Nach dem Auftauchen ist selbst Sam sehr euphorisch, und Norman und ich reden noch die folgende halbe Stunde über unsere Entdeckungen unter Wasser.
Zurück im Hotel, erwartet uns Titus bereits und scheint sich nach anfänglicher Traurigkeit schnell wieder beruhigt zu haben. Am Nachmittag verbringen wir jedenfalls abwechselnd viel Zeit mit ihm und arbeiten nebenbei noch die restliche Tauch-Theorie durch. Die Tests am Abend bringen wir auch schnell hinter uns, und schon haben wir drei von fünf nötigen „Spezial-Tauchgängen“ für die nächste Stufe hinter uns gebracht. Den Rest schaffen wir hoffentlich in den nächsten Monaten noch.
Freitag
Heute ist Titus praktisch den halben Vormittag und den halben Nachmittag bis weit in den Abend hinein im Wasser. Immer weiter will er schwimmen, und am liebsten würde er ewig im Meer bleiben.

Dafür ist er aber dann auch immer der erste, der bereit steht, wenn die Glocke zum Nachmittagskaffee (und Kuchen!) klingelt, denn schwimmen macht hungrig.

Abends darf er inzwischen Punkt 20 Uhr die Glocke zum Abendessen läuten, diese Aufgabe nimmt er sehr ernst und behält die Uhr stets im Auge, während er mit der Crew herumalbert. Wenn wir noch länger hier bleiben würden, würde er tatsächlich bald malayisch sprechen.
Seine Beinchen sind braungebrannt, auch wir haben ganz ordentliche Bräune abbekommen, denn das ewige Schnorcheln sorgt für Dauerbestrahlung am Rücken (und ganz nebenbei auch für Muskelkater im Kiefer!). Überhaupt haben wir in dieser Urlaubswoche außer einer kurzen Hose, ein paar Shirts und vor allem Badesachen keine Kleidung gebraucht – die eingepackten Pullis und die lange Hose jedenfalls reisen unbenutzt wieder mit nach Singapur und verschwindet dort wieder im Schrank. Die Regenjacken haben wir auch nicht getragen, obwohl es hin und wieder tagsüber mal einen kleinen tropischen Schauer gab – doch selbst dann war es viel zu warm für eine Jacke! Die großen Gewitter, die sich durch Dauer-Blitze bereits Stunden vorher angekündigt haben, entladen sich nur nachts und sind bis morgens schon längst wieder abgezogen.
Ich beende pünktlich am Nachmittag das zweite von zuhause mitgebrachte Buch. So langsam rückt die Heimkehr näher, und dabei könnte ich ewig hier bleiben – wenn wir nicht am Samstag abreisen müssten, würden wir definitiv gerne noch einmal tauchen gehen!

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