12 von 12 im September

12 von 12 im September

Ich bin endlich auch dabei – von „12 von 12“. Bei dieser Aktion geht es darum, am 12. eines Monats 12 Alltagsfotos zu posten. Viele Blogger sind dabei, eine vollständige Liste aller Teilnehmer findet sich auf dem Blog „Draußen nur Kännchen“.

Mein Tag beginnt – nachdem ich Mann und Kind verabschiedet habe, die gemeinsam auf dem Elektro-Tretroller Richtung Kindergarten düsen – mit dem Anwerfen der Küchenmaschine.
Denn wir brauchen dringend frisches Brot, und noch zehre ich von den Vorräten meiner deutschen Brotbackmischungen.

Während der Teig vor sich hingeht, übe ich fleißig für die Chorprobe. Letzte Woche hatte ich ja schmählich die Probe versäumt, deshalb muss ich nun nacharbeiten. Und für heute abend vorbereiten – denn für den IFC gibt es einen höchst wichtigen Probenplan!

Anschließend setze ich mich vor den endlich fertig installierten PC und arbeite ein paar Stündchen lang die längst fälligen Punkte ab. Denn am Tablet funktioniert zwar vieles, aber für Papierkram reicht das kleine Gerät dann doch oft nicht aus.

Das Brot ist fertig! Natürlich muss ich schnell eine Scheibe probieren, aber dann schwinge ich den Putzlappen und reinige das Bad – bei dieser tropischen Hitze hier wahrlich kein Vergnügen.

Die elektrische Zahnbürste muss ich zum Aufladen mit ins Esszimmer nehmen – denn wie schon berichtet, gibt es in Singapurer Badezimmern nullkommanull Steckdosen. Sehr unpraktisch.

Oh, schon ist es Zeit, Titus aus dem Kindergarten abzuholen. Ich eile bei brennender Sonne über die Newton Road – dank Überführung kein Problem.

Titus erwartet mich schon und auf dem Heimweg planen wir das Nachmittagsprogramm.
Natürlich geht es bei dieser Hitze zuerst einmal in den Pool. Aus spritzwassertechnischen Gründen gibt es davon natürlich kein Foto, aber als Beweis hier unsere nassen Badesachen, die zum Trocknen auf dem Balkon hängen:

Vom Kindergarten haben wir heute „Hausaufgaben“ bekommen: Titus soll einen Papp-Bilderrahmen mit Acrylfarbe verschönern, darin wird dann das Familienportrait aufgehängt. Malen mit Pinsel macht Spaß!

Norman kommt später als erwartet nach Hause, und so klatschen wir an der Haustür nur schnell ab und ich eile los zum Bus. Diesmal denke ich nicht nur an meine Noten, sondern auch daran, den Roller mitzunehmen – der Weg über den Universitätscampus bis zum Probensaal zieht sich nämlich, und die Zeit ist knapp.

Mit nur fünfminütiger Verspätung eile ich in den Saal – gerade rechtzeitig, Chorleiter Alan überprüft gerade die Anwesenheit. Puh!

Die Probe ist anstrengend, aber sehr gut. Es wird viel verlangt und ewig an Kleinigkeiten herumgeprobt, Alan ist ein strenger Dirigent und lässt notfalls auch einzelne Chormitglieder vorsingen. Deshalb freue ich mich umso mehr, als er mich in der Pause anspricht und fragt, ob ich nicht Lust hätte, beim Kammerchor (einer etwas kleineren Sängerbesetzung mit extra Konzertprogramm und Probenplan) mitzumachen. Ich fühle mich natürlich geschmeichelt, bitte aber um Bedenkzeit.
Denn ich fürchte, dass ich dafür dringend erst einmal einen Babysitter finden muss; zweimal wöchentlich kann Norman sicher nicht so früh nach Hause kommen bzw. ist er nun auch häufig in ganz Asien und Australien unterwegs. 

Ich bespreche das kurz mit ihm, als ich gegen 23 Uhr endlich nach Hause komme – er sitzte gemütlich bei kuscheligen 29 Grad auf dem Balkon und recherchiert für unseren geplanten Malaysia-Urlaub.

Das war mein Tag am 12. September!

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