Samstag = Strandtag

Samstag = Strandtag

Ui, wie lieb von Euch, die vielen netten Nachrichten nach meinem etwas deprimiertem Blogpost vorgestern haben sehr gut getan – vielen Dank dafür!
Ehrlich gesagt: am Samstag Abend ging’s mir so wunderbar, nach einem ganz prima Tag am Siloso Beach auf Sentosa, dass ich mir fast schon weinerlich vorkam…
Die Wochenenden sind natürlich eh super, denn Norman ist da und so kann ich kriege ich erst einmal eine Tasse Kaffee ans Bett, darf gemütlich dort bis 10 Uhr lesen und danach für ein Stündchen ins Gym bzw. in den Pool hüpfen. In letzterem plantschen meine beiden Männer schon herum, durch den Regen gestern ist das Wasser zwar ein klein wenig abgekühlt, aber es lässt sich immer noch gut aushalten.
Gegen 13 Uhr brechen wir bei Regenschauer auf, ich hole tatsächlich zum ersten Mal seit fast zwei Wochen ein dünnes Strickjäckchen aus dem Schrank, um es über mein Sommerkleid zu ziehen. Wir reihen uns in die Menschenmassen in der Orchard Road ein, denn wie ich gerade wieder in einer Zeitschrift gelesen habe: Hauptbeschäftigung der Singapurer ist „eating and shopping“.
Im Untergeschoss des Forum-Einkaufszentrums habe ich den Bio-Supermarkt „Supernature“ ausfindig gemacht, und auf Wunsch von Titus erstehen wir hier die teuersten Tofu-Würstel aller Zeiten – 12 S$, also 8 Euro, kostet das kleine Päckchen! Besonders schön finde ich den Namen…

Schnell verlassen wir dieses Geschäft wieder, in dem es zwar alles gibt, was man auch im deutschen Bio-Supermarkt kaufen kann, allerdings eben dreimal so teuer.
In der U-Bahn schaffe ich es endlich mal, die lustigen Plakate zu fotografieren. Die Belehrungen hier an öffentlichen Plätzen sind sehr raumfüllend, und so hat die Nahverkehrsgesellschaft lustige Figuren erfunden, die den Passagieren auf vermeintlich launige Art und Weise und mit ach so witzigen Alliterationen die Benimmregeln in Bus und Bahn einbläuen sollen.
So gibt es z.B. die #StandUpStacey,den #MoveInMartin, die #GiveWayGlenda und noch zig andere alberne Comictypen, über die Titus sich köstlich amüsieren kann.

Ich finde ja die vielen Beschilderungen viel interessanter – im Vier-Sprachen-Staat Singapur ist natürlich jedes Schild in Englisch, Malayisch, Mandarin und Tamil verfasst, und nimmt deshalb gleich viermal so viel Platz ein wie gewohnt. Ganz schön umständlich!
Endlich erwischen wir mal wieder eine MRT-Linie ohne Fahrer, und Titus schaut bis Harbour Front fasziniert auf die Gleise im dunklen Tunnel. 

An der Endstation geht es unzählige Rolltreppen hinauf, es wuselt nur so, und (Achtung, Servicetipp!) auch der Linksverkehr gilt in Singapur nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch auf den Rolltreppen! Ganz schön schwierig, die eigene Konditionierung umzupolen – ich bin auch mal sehr gespannt, wann ich es schaffe, beim Straße überqueren gleich in die richtige Richtung zu schauen!
Der Sentosa-Expresszug ist zum Glück nicht ganz so überfüllt, das leicht regnerische Wetter hält heute viele vom Strandbesuch ab (da lässt es sich viel besser shoppen), und so kommen wir rasch zum Siloso Beach. Dort findet heute nachmittag im chicken Wave House Beach Club das Allianz-Familienfest statt, und innerhalb kürzester Zeit tummeln sich gut 50 Erwachsene und eine unüberschaubare Menge Kinder dort. Es gibt ein Barbeque (dafür eben auch die Tofu-Würstel), dazu leckere Getränke wie frische Kokosnüsse und TigerBeer, und das Ganze findet mit Blick auf den Strand und auf gleich zwei große künstliche Wellen zum Surfen statt.

Wir haben viel Spaß, Titus findet sofort Freunde und erobert mit denen zusammen den Kinder-Bereich, und wir führen bis weit nach 21 Uhr sehr nette Gespräche mit Kollegen, holen uns Restaurant- und Reisetipps und ich freue mich über die laue Luft, das Meeresrauschen und die vielen Menschen um uns herum. Wir teilen uns dann noch mit zwei von Normans Kollegen nicht nur die letzten Bierflaschen, sondern auch ein Uber-Taxi zurück in die Stadt und kommen so bestens gelaunt, gegen 22 Uhr mit einem sehr müden Titus wieder in unserem Apartment an. Dort fallen die Männer sofort ins Bett und ich ratsche noch eine halbe Ewigkeit per WhatApp mit Regina – vergessen ist also erst einmal mein Einsamkeitsanfall von Freitag!

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